Dr. phil. Tanja Müller-Göttken

Lecturer

IPU Berlin
Stromstr. 1
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-500
E-Mail: tanja.goetkken(at)ipu-berlin.de

Schwerpunkte in der Lehre
 

Der Schwerpunkt meiner Lehre liegt in dem Studienbereich „Reflexive Psychologie: Theoretische Psychoanalyse, Erkenntnis- und Subjekttheorie“ und beinhaltet das Modul 1 „Wissenschaftsgeschichte der Psychoanalyse“. Hier lehre ich im Bereich „Gegenstand, Erkenntnisinteresse und Erkenntnismethoden der Psychologie und der Psychoanalyse“.
 

Dabei werden - ausgehend von der Freudschen Psychoanalyse -  die wichtigsten Grundbegriffe der Psychoanalyse (das Unbewusste, der Trieb, die Übertragung und Gegenübertragung, die infantile Sexualität, der Ödipuskomplex) über verschiedene Schulen hinweg in ihren Grundzügen erarbeitet.
 

Wichtig ist mir dabei, die Entstehung und Geschichte der Psychoanalyse im Kontext der Herausbildung der neuzeitlichen Wissenschaft, vor allem der Disziplinen Psychiatrie, Psychologie, Psychoanalyse, zu vermitteln, um daran das Spezifische des Erkenntnisinteresses, Erkenntnisgegenstandes und der Erkenntnismethoden der Psychoanalyse als eigenständige Wissenschaft zu verdeutlichen. Schwerpunkt meiner Lehre an der IPU ist also nicht die klinische Psychoanalyse als Therapieverfahren, sondern deren wissenschafts- und erkenntnistheoretische Voraussetzungen. Darüber hinaus werden - ausgehend von Freud -  auch die verschiedenen Theorien und Schulrichtungen der klinischen Psychoanalyse, der Metapsychologie und psychoanalytischen Kulturtheorie vermittelt. Indem ich den Gegenstand der Psychoanalyse in der „Analyse der inneren Ausgelegtheit des Subjekts“ (Gast, 2006, S. 15) am sinnvollsten konzeptualisiert sehe, möchte ich die Psychoanalyse - neben der klinischen Ausrichtung - vorallem als eine Theorie des Subjekts verstehen.

 

Gast, L. (2006). Ein gewisses Mass von Unbestimmtheit. Anmerkungen zum Freudschen Erkenntnisprozess. In: Löchel, E., Härtel, I. (Hrsg.), Verwicklungen. Psychoanalyse und Wissenschaft (S. 12-29). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen.

Schwerpunkte in der Forschung
 

Meine Forschungsschwerpunkte sind: Psychoanalytische Subjekttheorie, psychoanalytische Konzeptforschung; psychoanalytische Erkenntnis- und Forschungsmethoden; Freud-(Re-)Lektüren; Theorien der Symbolisierung; Heterogenität, Alterität und Pluralität der verschiedenen psychoanalytischen Schulrichtungen im historisch-gesellschaftlichen Kontext, psychoanalytische Zugänge zu den subjektiven und unbewussten Bedeutungen digitaler Medien, psychoanalytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychotherapieforschung
 

Aktuelle Forschungsthemen: Subjektkonstitution und Symbolisierungsprozesse im spätmodernen Spannungsfeld von Selbstoptimierung und Digitalisierung, Familiäre Interaktionsdynamiken im Kontext des digitalen Zeitalters; Zwischen Nähe und Distanz: Überlegungen zur Popularität von Podcasts; Wirksamkeit von Psychoanalytischer  Kurzzeittherapie (PaKT) bei Kindern mit depressiven Störungen
 

Zurückliegendes Projekt: Psychoanalytische Kurzzeittherapie mit Kindern (PaKT): Manualentwicklung, Wirksamkeits- und Prozessforschung anhand einer klinischen Stichprobe von Kindern mit Angststörungen  im Alter von 4-10 Jahren, Reflexive Kompetenz der Mütter als Prädiktor des Therapieerfolgs mit PaKT