Katharina Brinkmann
Prof. Dr. Dorothea von Haebler
Die Verbindung zwischen Trauma und Psychose ist in der internationalen Forschung gut dokumentiert: bis zu 68 % der Psychosepatient:innen berichten von signifikanten Traumata in ihrer Biografie (Mueser et al., 2010; Vallath et al., 2020). Traumafolgestörungen bleiben jedoch oft unerkannt, da sich die Symptome mit psychotischen Störungen überlappen können. Dieser Mangel an differenzierter Diagnostik führt zu unzureichenden Behandlungsansätzen, einer Verschlechterung des Symptomverlaufs und verstärkter Stigmatisierung der Betroffenen. In Deutschland fehlt es an validierten Instrumenten, die speziell für die Erfassung von Traumafolgestörungen bei Psychosepatient:innen entwickelt wurden. Die Studie zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem der TALE-Fragebogen in die deutsche Sprache übersetzt und validiert wird. Dieses Instrument wird eine präzisere Diagnostik ermöglichen und zur Entwicklung besserer therapeutischer Ansätze beitragen. Die Relevanz der Forschung liegt in der Verbesserung der Versorgung für eine besonders vulnerable und unterversorgte Patient:innengruppe. Langfristig kann die Studie zur Standardisierung der Diagnostik und Therapie dieser Personengruppe beitragen und somit die klinische Praxis sowie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern.
Originalsprache: deutsch und englisch
Projektbeginn: 08/2024
Projektende: 08/2027