Lilli Gast „zurück“ als Interimspräsidentin an der IPU

Rückkehr ins vertraute Neue

Seit dem 1. August 2020 hat die IPU eine neue (Interims-)Präsidentin: Prof. Dr. Lilli Gast. Sie wird die Geschicke der IPU leiten, bis die bereits eingesetzte Findungskommission eine Nachfolge für die im Juli ausgeschiedene IPU-Präsidentin Prof. Dr. Ilka Quindeau gefunden hat.

Mit Lilli Gast kehrt eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit in die Universitätsleitung der IPU zurück. Seit der Gründung der IPU im Jahr 2009 dabei, bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin sowie die Professur für Theoretische Analyse / Subjekt- und Kulturtheorie bis 2017. Ihre Wiederkehr bezeichnet sie selbst als „Heimkehr“ und bringt damit auch ihre tiefe Verbundenheit mit der IPU zum Ausdruck.

In der Psychoanalyse sind Wiederkehr und Rückkehr bedeutsame Begriffe. In Sigmund Freuds Traumdeutung taucht der Begriff des „Revenant“ auf, der Wiedergänger, der im Traum auftaucht und sowohl das Verlorene als auch das neu Gewonnene symbolisiert: „Es ist niemand unersetzlich. Sieh, nur Revenants; alles was man verloren hat, kommt wieder.“

So ist auch Lilli Gast eine Vertraute im IPU-Kreis – und doch neu im Amt der Präsidentin. Doch die Aussicht auf die anstehende Zusammenarbeit mit den „alten“ und den „neuen“ Kolleginnen und Kollegen aus dem wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Staff gebe ihr „Kraft und Zuversicht für die kommenden, nicht eben geringen Herausforderungen, die es zu bestehen gilt.“ Aus eigener Erfahrung nämlich wisse sie, mit welch hohem Maß an Professionalität, Commitment und Engagement für die Universität sie rechnen könne. Für ihre Amtszeit als Interimspräsidentin ist sie daher sicher: „Mit dem Team der Universität wird es möglich sein, die IPU von ihrer Zukunft her zu denken und so als Leuchtturm der universitären Psychoanalyse und als Ort des offenen Diskurses und aufgeklärten Denkens auch künftig sichtbar zu halten und weiterzuentwickeln.“