IPU Berlin zeichnet beste Abschlussarbeiten des Jahres 2022 aus


Zoë Hauptmann (Bachelor) und Jonas Rudolph (Master) haben die besten Abschlussarbeiten des vergangenen Jahres an der IPU Berlin geschrieben und dürfen sich auch über eine finanzielle Zuwendung freuen.

In ihrer Bachelorarbeit How Does Selfie-Editing Behaviour on Social Media Influence Facial (Dis)Satisfaction? befasste sich Zoë Hauptmann mit der Frage, wie gesichtsverändernde Fotobearbeitungsmaßnahmen von Selfies auf Social Media (z. B. der Einsatz von Filtern auf Instagram) die Zufriedenheit mit dem eigenen Gesicht beeinflussen. Drei Theorien waren für Zoë Hauptmann im Hinblick auf die (Un-)Zufriedenheit mit dem Gesicht von Bedeutung: die selektive Selbstpräsentation, die Selbst-Objektifizierung und der soziale Vergleich. In der Arbeit erstellte sie ein Modell, um die unterschiedlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Theorien, der Gesichtszufriedenheit und den Fotobearbeitungsmaßnahmen darzustellen.

Jonas Rudolph untersuchte in seiner qualitativ-empirischen Masterarbeit Männer, die von Gefühlen erzählen. Eine qualitativ-biographische Studie zu Männlichkeit und Emotionen das Verhältnis von Männlichkeit und Emotionen: Was für eine Rolle spielen Emotionen für die Herstellung von Männlichkeit? Wie wird von ihnen oder über sie erzählt und welche Funktionen nehmen sie ein hinsichtlich neuerer Männlichkeitsentwürfe? Obwohl in den letzten Jahren das Thema Männlichkeit verstärkt akademische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfahre, stelle die Schnittstelle mit Emotionen weiterhin eine große Leerstelle dar, so Jonas Rudolph. Mit seiner Masterarbeit konnte er diese Leerstelle innovativ füllen.

Beide wurden für ihre sehr guten akademischen Leistungen ausgezeichnet und erhielten zugleich eine von der Stiftung zur Förderung der universitären Psychoanalyse eingerichtete Prämie in Höhe von 500 Euro (beste Bachelorarbeit) und 1000 Euro (beste Masterarbeit).

Zoë Hauptmann studiert aktuell den klinischen Psychologie-Master an der IPU Berlin und arbeitet parallel in einer psychiatrischen Praxis. Nach dem Master strebt sie eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutenausbildung an. Jonas Rudolph bewirbt sich gegenwärtig auf Promotionsstipendien, um an seine Masterarbeit anknüpfend die konstituierende Bedeutung von Emotionen für Männlichkeit tiefergehend zu untersuchen.

24. April 2023