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Das Deutschlandstipendium an der IPU Berlin

Informationen zu den Angeboten und zur Bewerbung

An der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin besteht die Möglichkeit, sich um ein Deutschlandstipendium zu bewerben. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 300 Euro, es wird für ein Jahr gezahlt und setzt sich je zur Hälfte aus privaten Spenden sowie einem von der Bundesrepublik Deutschland getragenen Anteil zusammen.

Das Deutschlandstipendium dient der Förderung von Studierenden, die aufgrund ihres bisherigen Engagements und Werdegangs sowie unter Berücksichtigung sozialer, familiärer und persönlicher Umstände über ein besonderes Potential verfügen und herausragende Leistungen in Studium oder Beruf erbringen.

Um ein Deutschlandstipendium können sich ausschließlich Studierende bewerben, die an der IPU Berlin immatrikuliert sind und innerhalb der Regelstudienzeit studieren.

Ab dem Wintersemester 2026/27 gibt es an der IPU Berlin auch wieder drei sog. Themenklassen des Deutschlandstipendiums. Hier werden bestimmten wissenschaftlichen Fragestellung, die im Rahmen des Studiums bearbeitet werden, in den Vordergrund gestellt. Die Klasse trifft sich in lockeren Abständen, etwa zwei Mal im Semester, und erörtert das Thema, das auch Eingang bspw. in Semester- oder Abschlussarbeiten finden kann. Die Themenklassen werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Anbindung an die IPU begleitet.

Die diesjährigen Themen sind 

  • „Künstliche Intelligenz und Psychoanalyse“, gefördert durch den Verein der Freunde und Förderer der IPU und die Stiftung zur Förderung der universitären Psychoanalyse (5 Stipendien zu vergeben)
  • „Kulturpsychologische und psychoanalytische Gegenwartsdiagnosen“, gefördert durch die Köhler-Stiftung mit Mitteln des Hans Kilian und Lotte Köhler Centrums für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie an der IPU und an der TU Dortmund (4 Stipendien zu vergeben)
  • „Aggression und Gewalt“, gefördert durch den Stiftungsfond „Priv.-Doz. Dr. Harald Leupold-Löwenthal“ (5 Stipendien zu vergeben)
  • Auch 7 nicht an einer Themenklasse gebundene Deutschlandstipendien sind zu vergeben.
     

Die aktuellen Themen sind:

Artificial intelligence is a field that is currently undergoing significant differentiation and that touches on issues relevant to psychoanalysis, among other things. The use of artificial intelligence fundamentally influences processes of subjectivation. Among other things, this raises the question of how we shape our relationship with artificial intelligence, which will—and is already—changing our work processes. The question of the role of artificial intelligence in the psychotherapeutic context is also linked to this.

The topic area is deliberately broad to allow room for the development of individual perspectives. The course is particularly aimed at students who are currently engaged with a topic related to artificial intelligence from a psychoanalytic perspective or who would like to focus on this area in the future.

Dr. Anne Krewani and Prof. Dr. Birgit Stürmer serve as the course coordinators for this thematic course.

Many analyses of the present are primarily sociological in nature. As a result, the psychological underpinnings of social developments are often overlooked: the cognitive, emotional, and motivational factors that help shape both individual and collective perceptions, interpretations, decisions, and actions. From a cultural-psychological and psychoanalytic perspective, the focus also shifts to unconscious fantasies, conflicts, desires, and defense mechanisms, which can manifest themselves in social dynamics, cultural paradigms, and social conflicts.

The thematic cluster “Cultural-Psychological and Psychoanalytic Analyses of the Present” offers master’s students who join the KKC Student College a space to jointly analyze and explore such perspectives. In addition, a budget is available to support the students in independently organizing and conducting lecture series or workshops, as well as participating in thematically relevant symposia and conferences at other universities and research institutes in Germany and—due to the limited budget—in neighboring European countries.

The students’ activities are supervised by PD Dr. Pradeep Chakkarath and Prof. Dr. Jürgen Straub.

Das Thema Aggression und Gewalt bildete einen der Forschungsschwerpunkte des Wiener Psychiaters, Neurologen und Psychoanalytikers Harald Leupold-Löwenthal (1926-2007). Eine Bewerbung ist für Studierende interessant, die sich bereits mit einem Thema aus diesem Bereich befassen oder eine entsprechende Auseinandersetzung planen. Die Themenklasse ist dabei so angelegt, dass ein möglichst großer Spielraum zur individuellen Schwerpunktsetzung entsteht. Perspektiven zu Fragestellungen rund um Aggressionen als subjekttheoretisches Thema sind dabei genauso gefragt wie die Behandlung von Gewalterfahrungen (etwa aus Kriegserlebnissen), Traumata oder Traumafolgestörungen. Das verbindende Element der Klasse bildet die Psychoanalyse als wissenschaftliche Disziplin und methodischer Hintergrund.

Ansprechpartner und Begleiter der Themenklasse ist Prof. Dr. Phil Langer.

Bachelor- wie Masterstudierende können sich sowohl für ein allgemeines, also nicht-themengebundenes Deutschlandstipendium als auch, wenn daran Interesse besteht, für die Mitarbeit in einer Themenklasse des Stipendiums bewerben. Letzteres bedeutet, dass sie in ihrer Bewerbung auch die von ihnen bevorzugte Themenklasse angeben und ihr Interesse daran in einem kurzen Motivationsschreiben begründen. Eine Jury entscheidet dann über die Bewilligung des Deutschlandstipendiums und ggf. die Aufnahme in eine der Themenklassen.

Das Stipendium ist unabhängig vom Bezug von BAföG oder der Einkommenssituation. Lediglich Studierende, die bereits eine begabungs- bzw. leistungsabhängige materielle Förderung durch öffentliche oder öffentlich unterstützte Einrichtungen im In- oder Ausland in Höhe von mehr als 30 Euro monatlich erhalten, sind von einer Förderung ausgeschlossen.

Die nächsten Ausschreibungen für das Deutschlandstipendium finden zum Wintersemester 2026/27 statt. 

Bewerbung

Als IPU-Studierende können Sie sich für das Deutschlandstipendium bewerben. Der Bewerbungszeitraum für das Wintersemester 2026/27 läuft vom 8. Juli 2026 bis zum 10. August 2026.

Nutzen Sie zur Bewerbung das über diesen Link hinterlegte Formular.

Die Stipendien werden für maximal ein Jahr vergeben. Verlängerungen sind möglich und werden in den Bewilligungsschreiben geregelt. Ein Anspruch auf Verlängerung eines Stipendiums besteht dabei nicht.

Verlängerungen des Deutschlandstipendiums beantragen Sie bitte per Mail.

Bewilligung des Deutschlandstipendiums


Höhe des Stipendiums und Förderungshöchstdauer
Interessentinnen und Interessenten wird die Entscheidung über die Vergabe eines Stipendiums zu Beginn jenes Semesters mitgeteilt, für das sie sich beworben haben (z. B. für das Sommersemester im April, für das Wintersemester im Oktober).

Einzelheiten zur jeweiligen Förderdauer sind im Bewilligungsbescheid geregelt. Der Bewilligungsbescheid benennt darüber hinaus die Höhe des Stipendiums und die Förderungshöchstdauer. Die max. Förderungshöchstdauer richtet sich nach der Regelstudienzeit des jeweiligen Studiengangs (Bachelor i. d. R sechs Semester und Master max. vier Semester) abzüglich der bereits studierten Fachsemester zum Zeitpunkt der Antragstellung.

Unserer Förderinnen und Förderer


Wir danken unseren Förderinnen und Förderern, die das Deutschlandstipendium für unsere Studierenden ermöglichen:
 

Kontakt per Mail.