Carmen Scher

Leitung International Office

IPU Berlin
Stromstr. 3b - Raum 0.34
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-722
E-Mail: carmen.scher(at)ipu-berlin.de

1. Welche sind Ihre Arbeits-Schwerpunkte an der IPU?
In erster Linie implementiere und leite ich das International Office der IPU; ich konzipiere, initiiere und begleite in Absprache mit der Hochschulleitung die Auslandsaktivitäten und –projekte der IPU, dies betrifft die Studierenden und die Professorenschaft. Es ist ein weites, buntes Tätigkeitsfeld, zu dem auch die Koordinierung und Gestaltung  multinationaler Wissenschaftsprojekte gehört, der Aufbau des Erasmus-Austauschs, die Drittmittelakquisition für Internationale Projekte und Fördermittel für Auslandsaufenthalte, sowie die Internationalisierung der IPU selbst. Darüber hinaus bin ich nach Bedarf in der Lehre tätig. Die Frage nach Methoden, Formen und Möglichkeiten von interkulturellem Handeln und Kommunizieren, sowie die Ausbildung und Erweiterung der dazu gehörigen Kompetenzen sind meine langjährigen Schwerpunkte in Lehre und in gelebter Praxis. Last but not least bin ich auch zuständig für inländische Förderungsmöglichkeiten wie beispielsweise das Deutschland-Stipendium.

2. Welche Inhalte vermitteln Sie?
Um ohne Angst voreinander verschieden sein zu dürfen, sollte man sich erlauben, fremd, anders und gleich sein zu können. Alle Studierenden der IPU werden auch auf Klienten/Patienten mit Migrationshintergrund oder aus anderen Kulturkreisen kommend treffen. Damit diese berufliche Kommunikation kompetent und erfolgreich für beide Seiten verläuft, gilt es, kulturwissenschaftlich fassbare Hintergründe des Denken, Fühlen und Handelns - ohne nationalisierend zu etikettieren - bei sich selbst und anderen verstehen zu lernen.

3. Was können Studierende von Ihnen lernen?
Die IPU versteht sich als praxisnahe Hochschule; ich versuche nicht nur, den Studierenden und der Dozierenden den akademischen Weg ins Ausland zu ebnen, sondern konkrete Beispiele aus der Interaktion verschiedener Kulturen in Deutschland und aus den Ländern, in denen ich selbst gelebt und gearbeitet habe, nahe zu bringen. Es ist mir ein Anliegen, muslimisch oder konfuzianisch geprägte Gesellschaften ebenso differenziert zu begreifen, wie wir jeweils unterschiedlich selbst differenziert ohne Stereotypisierung wahr genommen werden wollen. Und jedenfalls Empathie, Begeisterung für alles Fremde, für alles, was wir zunächst nicht verstehen!

4. Haben Sie einen Lieblingsspruch?
Ja, das Lieblingszitat meiner Großmutter: „Ein klein wenig mehr Liebe von Mensch zu Mensch ist mehr wert, als alle Liebe zur Menschheit.“