Zum Auftakt des Programms des Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrums (KKC) im Sommersemester 2026 ist Dr. Klaus Schmidt zu Gast an der IPU. Er hält seinen Vortrag unter dem Titel Verbundenheit in Differenz und Konflikt: Das postmoderne Paar.
Paare können das Auftreten von Dissens routiniert nutzen, um solche Verbindungen zu stärken, die ihre Paarform erlaubt. Die Grundlage dafür bildet dabei Intimität. Die Stärkung der (Ver-)Bindung gelingt nicht in jedem Fall – was an der Konfliktqualität und am kulturtypischen, mehr oder weniger virtuosen und spieladäquaten Umgang mit Dissens-Situationen liegt. Konflikte zu bearbeiten, setzt die Fähigkeit bzw. Fertigkeit der Artikulation und Expression voraus.
Der Vortrag will in der aufeinander bezogenen Erhellung von Paar – Intimität – Konflikt eine Antwort auf die Frage liefern, wie Verbundensein im Konflikt möglich ist.
Dr. Klaus Schmidt hat nach einer Tätigkeit als Bergmann unter Tage Geschichte und Germanistik, Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie in Jena, Clermont-Ferrand und Strasbourg studiert. Er arbeitet als Dozent an der Europäischen Fernhochschule, der Friedrich-Schiller-Universität und der Katholischen Hochschule Berlin und ist Mitglied im Leitungsteam der Forschungsgruppe Mediation.
Seine subjekttheoretische Untersuchung zum Paar erschien 2024 unter dem Titel »Verstehen, zu zweit leben«.
Wann?
Dienstag, 29. April 2026, 16:00 Uhr
Wo?
Seminarraum 91b-03a+03b der IPU Berlin in der Alt-Moabit 91b, 10559 Berlin (2. OG)
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