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Psychoanalyse und soziale Ungleichheiten

Gesellschaftliche Machtverhältnisse auf der Couch


Gemeinsame Veranstaltungsreihe der Freien Universität Berlin und der IPU Berlin

Der Sammelband Psychoanalyse und soziale Ungleichheiten – Gesellschaftliche Machtverhältnisse auf der Couch geht den unbewussten Wirkungsweisen gesellschaftlicher Machtverhältnisse nach und plädiert dafür, diese auch in der klinischen Praxis zu adressieren und zu analysieren. An ihm entlang haben wir gemeinsam mit engagierten Einzelpersonen der FU Berlin diese Reihe entwickelt. Am 18. Juni findet der dritte Vortrtag des ersten Zyklus dieser Reihe an der FU Berlin statt:

Psychoanalyse und Disability Studies

Der Abend führt in zentrale Konzepte der Disability Studies ein und verknüpft diese mit psychodynamischen Theorien: Was kennzeichnet Ableismus (im Vergleich zu anderen Diskriminierungsformen)? Wie lässt sich das dominante Bild von Behinderung kulturtheoretisch erschließen und psychodynamisch verstehen? 

Der zweite Teil widmet sich praktischen Fragen: Gibt es bei der Behandlung behinderter Menschen etwas ‚besonderes’ zu berücksichtigen? Oder ist diese Frage bereits Ausdruck einer illegitimen Verbesonderung? Wie lässt sich psychotherapeutische Praxis inklusiv gestalten?

Mai-Anh Boger ist Professorin für Allgemeine Sonderpädagogik an der Universität Koblenz. Sie widmet sich in Forschung und Lehre Fragen der Inklusion, der (internalisierten) Unterdrückung sowie der Psychoanalyse in der Pädagogik. Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt ist „Trauma und Behinderung in Zeiten von Krieg und Frieden“. Sie ist Mitbegründerin und Herausgeberin der Zeitschrift für Disability Studies.
 

Die Queer IPU ist eine von Studierenden geleitete Initiative an der International Psychoanalytic University (IPU) in Berlin, die sich für die Anerkennung von Queer-, Trans- und Inter-Leben in der psychoanalytischen Theorie und Praxis einsetzt.

Informationen


Die Teilnahme ist kostenlos und alle sind willkommen!

Die Veranstaltungen werden in deutscher Lautsprache stattfinden. Für die Veranstaltungen wird zudem synchrone Schriftdolmetschung angeboten.

Wo? Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Hörsaal 1a (Der Hörsaal ist barrierefrei zugänglich.)

Online zum Vortrag am 18. Juni zuschalten:
Meeting-Link: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=me91832775ad2d74b5eff1404d504a9c0
Meeting-Kennnummer: 2781 063 0122
Meeting-Kennwort: YgQF2frPq29


Per Videosystem oder -anwendung beitreten
Wählen 27810630122@fu-berlin.webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Kennnummer eingeben.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei christian.woll@fu-berlin.de.

Die gemeinsame Vortragsreihe der Queer IPU und der FU Berlin wird im Wintersemester 2026/27 an der IPU Berlin fortgesetzt. Nähere Informationen werden folgen.

Bereits vergange Termine

Der Sammelband Psychoanalyse und soziale Ungleichheiten – Gesellschaftliche Machtverhältnisse auf der Couch geht den unbewussten Wirkungsweisen gesellschaftlicher Machtverhältnisse nach und plädiert dafür, diese auch in der klinischen Praxis zu adressieren und zu analysieren.

In den Beiträgen werden unter anderem die Bedeutung von Normierungsprozessen in Gesellschaft und Psychoanalyse, die Auseinandersetzung mit Rassismus, Kolonialismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus sowie Queer- und Transfeindlichkeit in psychoanalytischer Theorie, Praxis und Ausbildung beleuchtet. Zudem werden die Auswirkungen von Rassifizierungsprozessen und Klassenunterschieden in psychotherapeutischen Kontexten diskutiert. Die Autor:innen verbindet die Überzeugung, dass die Psychoanalyse – trotz eigener Ausblendungen und Reproduktionen von Machtverhältnissen – ein kritisches, emanzipatorisches und widerständiges Potenzial in Bezug auf gegenwärtige gesellschaftliche und individuelle Entwicklungen besitzt.


Lalitha Chamakalayil, Diplom-Psychologin, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Kinder- und Jugendhilfe an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz, Muttenz. In ihrer Lehre und Forschung beschäftigt sie sich mit Verhältnissen sozialer Ungleichheit, Familien und Ein- und Ausgrenzung, Biographieforschung und Psychoanalyse in der Migrationsgesellschaft und arbeitet zu diesen Themen auch im Weiterbildungskontext.

Esther Hutfless ist Philosoph:in, Psychoanalytiker:in und Psychotherapiewissenschaflter:in. Hutfless ist Professor:in für queer-feministische Psychotherapiewissenschaft und Psychoanalyse an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Linz, Lehrende:r an der Universität Wien und der Wiener Psychoanalytischen Akademie. Forschungsfelder: Psychoanalytische Theorie und Praxis, feministische und queere Ansätze in der Psychotherapie und Psychotherapiewissenschaft, Poststrukturalismus, Posthumanismus, Dekonstruktion, Geschlecht und Sexualität, Trauma,gesellschaftliche Machtverhältnisse und das Unbewusste, psychoanalytische Gesellschaftstheorien. Nähere Infos unter: www.hutfless.at

Barbara Zach, Juristin, selbstständige Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in Wien, Mitglied im Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Lehrende an der Wiener Psychoanalytischen Akademie. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Individuation und Autonomieentwicklung, Angst, Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen im Behandlungsprozess, Sexualität und Geschlecht, Psychoanalyse und queer feministische Theorie.

Nicole Burgermeister, Dr. phil., arbeitet als Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin und Soziologin in Zürich, tätig als Dozentin an verschiedenen Hochschulen und Weiterbildungsinstituten. Arbeitsschwerpunkte: Psychoanalytische Arbeit mit Gruppen und in Institutionen, Gesellschaftliche Ungleichheitsstrukturen und Psychoanalyse, Gender und Queer Studies, Tiefenhermeneutik.
 

Information coming soon

 

Nähere Informationen stehen unter folgenden Links bereit:
 
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Freie Universität Berlin


Die QueerIPU und die Vortragsreihe werden vom StuRa der IPU finanziell unterstützt.