Psychoanalyse und soziale Ungleichheiten

Gesellschaftliche Machtverhältnisse auf der Couch


Gemeinsame Veranstaltungsreihe der Freien Universität Berlin und der IPU Berlin: Im Rahmen der Buchpräsentation stellen die Herausgeber:innen Nicole Burgermeister, Lalitha Chamakalayil, Esther Hutfless und Barbara Zach am 24. April 2026 zentrale Perspektiven des Bandes vor und diskutieren im Anschluss gemeinsam mit dem Publikum.

Der Sammelband Psychoanalyse und soziale Ungleichheiten – Gesellschaftliche Machtverhältnisse auf der Couch geht den unbewussten Wirkungsweisen gesellschaftlicher Machtverhältnisse nach und plädiert dafür, diese auch in der klinischen Praxis zu adressieren und zu analysieren.

In den Beiträgen werden unter anderem die Bedeutung von Normierungsprozessen in Gesellschaft und Psychoanalyse, die Auseinandersetzung mit Rassismus, Kolonialismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus sowie Queer- und Transfeindlichkeit in psychoanalytischer Theorie, Praxis und Ausbildung beleuchtet. Zudem werden die Auswirkungen von Rassifizierungsprozessen und Klassenunterschieden in psychotherapeutischen Kontexten diskutiert. Die Autor:innen verbindet die Überzeugung, dass die Psychoanalyse – trotz eigener Ausblendungen und Reproduktionen von Machtverhältnissen – ein kritisches, emanzipatorisches und widerständiges Potenzial in Bezug auf gegenwärtige gesellschaftliche und individuelle Entwicklungen besitzt.
 

Kurzbiografien


Lalitha Chamakalayil, Diplom-Psychologin, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Kinder- und Jugendhilfe an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz, Muttenz. In ihrer Lehre und Forschung beschäftigt sie sich mit Verhältnissen sozialer Ungleichheit, Familien und Ein- und Ausgrenzung, Biographieforschung und Psychoanalyse in der Migrationsgesellschaft und arbeitet zu diesen Themen auch im Weiterbildungskontext.

Esther Hutfless ist Philosoph:in, Psychoanalytiker:in und Psychotherapiewissenschaflter:in. Hutfless ist Professor:in für queer-feministische Psychotherapiewissenschaft und Psychoanalyse an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Linz, Lehrende:r an der Universität Wien und der Wiener Psychoanalytischen Akademie. Forschungsfelder: Psychoanalytische Theorie und Praxis, feministische und queere Ansätze in der Psychotherapie und Psychotherapiewissenschaft, Poststrukturalismus, Posthumanismus, Dekonstruktion, Geschlecht und Sexualität, Trauma,gesellschaftliche Machtverhältnisse und das Unbewusste, psychoanalytische Gesellschaftstheorien. Nähere Infos unter: www.hutfless.at

Barbara Zach, Juristin, selbstständige Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in Wien, Mitglied im Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Lehrende an der Wiener Psychoanalytischen Akademie. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Individuation und Autonomieentwicklung, Angst, Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen im Behandlungsprozess, Sexualität und Geschlecht, Psychoanalyse und queer feministische Theorie.

Nicole Burgermeister, Dr. phil., arbeitet als Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin und Soziologin in Zürich, tätig als Dozentin an verschiedenen Hochschulen und Weiterbildungsinstituten. Arbeitsschwerpunkte: Psychoanalytische Arbeit mit Gruppen und in Institutionen, Gesellschaftliche Ungleichheitsstrukturen und Psychoanalyse, Gender und Queer Studies, Tiefenhermeneutik.
 

 

Moderation


Caro Ingwersen (Queer IPU), Christian Woll-Weber (Freie Universität Berlin)

Die Queer IPU ist eine von Studierenden geleitete Initiative an der International Psychoanalytic University (IPU) in Berlin, die sich für die Anerkennung von Queer-, Trans- und Inter-Leben in der psychoanalytischen Theorie und Praxis einsetzt.
 

Informationen


Die Buchpräsentation ist Auftaktveranstaltung zur nachfolgenden Vortragsreihe entlang der Inhalte des Sammelbandes.

Die Teilnahme ist kostenlos und alle sind willkommen!

Die Veranstaltung wird in deutscher Lautsprache stattfinden.

Wann? 24.04.2026, 18-20 Uhr

Wo? Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Hörsaal 1a (Der Hörsaal ist barrierefrei zugänglich.)

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei christian.woll(at)fu-berlin.de.

Die anschließende gemeinsame Vortragsreihe der Queer IPU und der FU Berlin findet im Sommersemester 2026 an der Freien Universität Berlin und im Wintersemester 2026/27 an der IPU Berlin statt. Nähere Informationen werden folgen.

Weitere Termine an der FU Berlin

Informationen folgen

Informationen folgen

Nähere Informationen stehen unter folgenden Links bereit:
 
Telegram-Kanal hier

Freie Universität Berlin


Die QueerIPU und die Vortragsreihe werden vom StuRa der IPU finanziell unterstützt.