Prof. Dr. phil. Andreas Hamburger

Entwicklungstheorie und Intervention

IPU Berlin
Stromstr. 3b - Raum 1.04
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-718
E-Mail: andreas.hamburger(at)ipu-berlin.de

Meine Schwerpunkte sind:

  • vergleichende Interventionstheorie mit Schwerpunkt auf Psychoanalyse und sozialem Trauma, sowohl im Master Psychologie als auch im internationalen Wahlpflichtfach CST, eingebunden in des internationale Forschungsnetzwerk Social Trauma. Dort lernen Studierende in engem Kontakt mit internationalen Forscher*innen.
  • Entwicklungspsychopathologie
  • Qualitative Prozessforschung mit Schwerpunkt auf dem psychoanalytisch-hermeneutischen Verfahren „Szenisch-narrative Mikroanalyse“ (SNMA).

Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen aus den Gebieten Traumaforschung, Supervisionsforschung, Mikroanalyse und Filmanalyse.

Die „Szenisch-narrative Mikroanalyse“ (SNMA) wurde seit 2007 zusammen mit Dori Laub (Yale University Videotestimony Study) im Kontext von Zeitzeugengesprächen mit Überlebenden der Shoah entwickelt und fand später weitere Anwendungen, z.B. in der Forschergruppe „Rhythmus-Balance-Resonanz“ und in der Supervisionsforschung.

Ein weiterer Strang meiner gedanklichen Arbeit befasst sich mit psychoanalytischen Reflexionen zu Philosophie, Kunst und Kultur. Gegenwärtig stehen im Zentrum Arbeiten zur Filmpsychoanalyse auf der Basis eines rezeptionsorientierten filmpsychoanalytischen Ansatzes (Hamburger, 2018a).


Ausgewählte Forschungsprojekte
 

  • Seit 2019 Psychoanalyse als Tanz– Ästhetik und Performanz von Bruchmomenten. Mit Jasmin Bleimling, Veronika Heller, Karolin Blattmann und Jurian Krupp.

    Das interdisziplinäre Projekt (Psychologie / Tanzwissenschaft) soll anhand einer multiperspektivischen Untersuchung von Psychotherapiesitzungen deren performative Signaturen beschreiben. Derzeit werden in einer Pilotstudie verfahrens- und erkenntnisgenerierende Verschränkungen von Psychoanalyse, Psychologie, Linguistik, Bewegungsanalyse und Tanzwissenschaft exploriert. Phänomene, die sich unter der Trennungsmetaphorik des „Bruchs“ fassen lassen, sollen anhand hermeneutischer, empirischer und tanzwissenschaftlicher Methoden dicht beschrieben und konzeptionell gefasst werden.
     
  • 2014-2019„Rhythmus-Balance-Resonanz“ Forschergruppe mit Gabriele Brandstetter (Tanzwissenschaft, FU Berlin), Michael Buchholz (Konversationsanalyse, IPU) und Christoph Wulf (pädagogische Anthropologie, FU Berlin) und den Mitarbeiter*innen Marie-Luise Alder, Jasmin Bleimling, Michael Dittmann, Florian Dreyer, Veronika Heller, Ingrid Kellermann. Multiperpektivische Untersuchung  temporaler Passung und Disruption in emergenten Momenten (Brandstetter et al., 2018).
     
  • 2012-2019 Psychoanalytische fallorientierte Teamsupervision in der Jugendhilfe (PSASUP). 26 Supervisionsgruppen im Vergleich zwischen psychoanalytischer und klassischer Supervision (treatment as usual). Die Wirkung wurde mit validierten Fragebogeninstrumenten erfasst; audiographierte Sitzungen wurden qualitativ untersucht (mit Jurian Krupp; Hamburger & Vogelheim, 2019).
     
  • Seit 2012 Internationales Netzwerk soziales Trauma TTM/MTT/STICS (mit N. Atanassov & C. Hancheva , Sofia, S. Chtouris & A. Zissi, Lesvos; G. Djigić & V. Hedrih, Niš; A. Hadžić & S. Tutnjević, Banja Luka;  Dženana Husremović, L. Kasumagic, M. Koso-Drljević, Sarajevo; D. Arsenijević, Tuzla;  G. Özçürümez Bilgili &  S. Özçürümez, Ankara; C. Scher, IPU Berlin) (Hamburger, 2018; Hamburger et al, 2018; Hamburger, Hancheva & Özçürümez, 2019; Hamburger, Hancheva & Volkan, 2020).
     
  • 2007-2018 Forgotten Victims. On the Re-Narritivization of Lost Life Stories of Shoah Victims Diagnosed and Treated as Chronically Psychotic (mit Dori Laub, Yale University und Marianne Leuzinger-Bohleber, Sigmund Freud Institut) (Laub & Hamburger, 2016)