Kurzmeldungen der IPU Berlin

Die IPU Berlin unterstützt den von Scholars at Risk Europe initiierten Aufruf an die Europäische Union und die europäischen Regierungen, angesichts der jüngsten Ereignisse in Afghanistan alle notwendigen Schritte zu unternehmen, die die Sicherheit der akut gefährdeten afghanischen Wissenschaftler:innen, Gelehrten und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen gewährleisten.

Den vollständigen Aufruf, dem sich bereits über 50 Organisationen angeschlossen haben, finden Sie über diesen Link. >>>

Prof. Benigna Gerisch im Deutschlandfunk zu Allmachtsphantasien im digitalen Zeitalter
In einem Audiobeitrag beim Deutschlandfunk spricht IPU-Professorin Benigna Gerisch zu Allmachtsphantasien und wann sozialer Vergleich schädlich werden kann. Der Beitrag entstand im Rahmen der DPV-Herbsttagung vom 10. bis 13. November und lässt sich hier anhören.


Neugründung der Psychoseambulanz Berlin in Kooperation mit der PUK SHK
Mit der Neugründung der Psychoseambulanz Berlin wird ein Schritt in Richtung einer verbesserten Versorgung von Menschen mit Psychoseerkrankung getan. Die Ambulanz ist in ihrer Form einzigartig in Berlin und trägt dazu bei, dass Patient:innen mit schizophrenen und schizoaffektiven Psychosen lückenlos behandelt werden können. Das war bisher ein Problem, das die IPU-Hochschulambulanz durch die Kooperation mit der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus (PUK SHK) angehen wird.


Vortragsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaften" am ICI Berlin, u.a. mit Prof. Insa Härtel
Beginnend mit dem 26. Oktober findet am die Vortragsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaften" statt, bei der u. a. die IPU Kooperationspartner ist. Bei der Auftaktveranstaltung hält Andreas Cremonini einen Vortrag mit dem Titel "Prekäre Verkörperungen: Die Figur des Helden zwischen Exemplarität und Singularität". Zu den Referent:innen der Reihe gehört auch IPU-Professorin Insa Härtel, die am 22.03.2022 zu filmischen Figuren der Impotenz sprechen wird.


"WAHN.SINN"  – Große Arbeitstagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur & Psychoanalyse
Am 21./22. Januar 2022 findet in Freiburg im Breisgau die alle zwei Jahre stattfindende Große Arbeitstagung des Arbeitskreises Literatur & Psychoanalyse statt, zu deren Veranstalter:innen der Aufsichtsratvorsitzende der IPU Prof. Joachim Küchenhoff zählt. Bei der Veranstaltung werden sich Psychoanalytiker:innen und Literaturwissenschaftler:innen mit dem psychotischen Erleben, den mit ihm einhergehenden Grenzerfahrungen, seinem Denken und dessen Sprache beschäftigen. Dabei geht es gleichermaßen um die psychoanalytischen Zugänge zum Phänomen der Psychose sowie der literarischen Beschäftigung mit und Verarbeitung von derselben.
Weitere Informationen zur der Tagung finden Sie hier.


Paternalismus und Autonomie – Gesprächsabend mit IPU-Professor Andreas Hamburger, Nathalie Weidenfeld und Julian Nida-Rümelin
Am 22.10.2021 sprachen im Münchener Literaturhaus IPU-Professor Andreas Hamburger, die Kulturwissenschaftlerin Nathalie Weidenfeld und der Philosoph Julian Nida-Rümelin über das Verhältnis von Paternalismus und Autonomie. Bei der Veranstaltung wird aus philosophischer, filmwissenschaftlicher und psychoanalytischer Perspektive das seit der Antike diskutierte Paternalismusproblem thematisiert und auf heutige gesellschaftliche Entwicklungen bezogen. Die Videoaufzeichnung des Gesprächsabends lässt sich auf Youtube ansehen.


IPU-Professor Gavin Sullivan veröffentlicht Artikel über die Rolle des Affekts im politischen Reaktionismus in England
Bei dem Open-Access-Verlag Cogitatio Press ist Gavin Sulivans Artikel Political Reactionism as Affective Practice: UKIP Supporters and Non‐Voters in Pre‐Brexit England erschienen. Der öffentlich zugängliche Artikel lässt sich hier lesen und herunterladen.


Zwei Aufsätze zur Evidenz der psychodynamischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie sind zwei Aufsätze erschienen, an denen IPU-Professor:innen beteiligt sind. Annette-Streeck Fischer gehört zu den Autor:innen der Arbeit Evidenz für psychoanalytisch begründete Verfahren für Kinder und Jugendliche für Kinder und Jugendliche, bei der anhand einer Evaluation gezeigt wird, dass die Eignung psychoanalytisch begründeter Verfahren bei Kindern und Jugendlichen bei den versorgungesrelevantesten Anwendungsbereichen über eine hinreichende Evidenz verfügt. Ebenfalls unter Mitwirkung von Annette Streeck-Fischer sowie IPU-Professor Lars Kuchinke erscheint der Artikel Stationäre psychodynamische Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit komplexer ADHS: Ergebnisse einer naturalistischen klinischen Studie. In der Arbeit wird zum einen deutlich gemacht, wie komplex das Störungsbild der ADHS sein kann, zum anderen gezeigt, wie wirksam ein psychodynamischer Ansatz ist.


Sammelband "Lost in Perfection" erschienen, mit herausgegeben von Prof. Benigna Gerisch
Der von IPU-Professorin Benigna Gerisch, Vera King und Hartmut Rosa herausgegebene Sammelband "Lost in Perfection. Zur Optimierung von Gesellschaft und Psyche" ist im Suhrkamp-Verlag erschienen. In den Beiträgen setzen sich die Autor:innen mit der gegenwärtig bedeutsamen Leitvorstellung der Selbstoptimierung und -verbesserung auseinander und untersuchen die Folgen derselben für Arbeit, Familie, Beziehung, Körper und Selbst. Dabei geht es insbesondere auch um die Frage, mit welchen kulturellen Vorstellungen von Pathologie und Normalität diese gesellschaftliche Entwicklung verknüpft ist. Mit Beiträgen u. a. von Heinz Bude, Ulrich Bröckling, Ève Chiapello, Alain Ehrenberg und Judy Wajcman.


Aufsatz von Insa Härtel über die inszenierte Entsorgung der Geschichte anhand eines Stofftieres
In der aktuellen Ausgabe der multidisziplinären Zeitschrift "denkste: puppe (de:do)" mit dem Themenschwerpunkt "Puppen als Seelenverwandte – biographische Spuren von Puppen in Kunst, Literatur, Werk und Darstellung" ist ein Diskussionsbeitrag von IPU-Professorin Insa Härtel erschienen. In ihrem Aufsatz "Vergangenheitsmüll entsorgen? Ein Stofftier namens Checkpoint Charlie im Messie-TV" zeigt Insa Härtel am Beispiel einer Fernsehsendung auf, dass politisch-historische Dynamiken der deutschen Geschichte auch dort in Szene gesetzt werden, wo scheinbar menschlich-dingliche "Seelenverwandschaften" das Zentrum bilden. Die Ausgabe kann hier digital bezogen werden.


Zwei Aufsatzbände von IPU-Gründerin Christa Rohde-Dachser beim Psychosozial-Verlag erschienen
In Spuren des Verlorenen zeichnet Christa Rohde-Dachser aus psychoanalytischer und soziologischer Sicht die Wege nach, mit denen Menschen den Verlust der frühen Mutter-Kind-Einheit und das daraus resultierende Gefühl des Mangels lebenslang zu kompensieren versuchen. Klinische Krankheitsbilder, wie die Borderline-Störung oder die Hysterie, lassen sich auch vor diesem Hintergrund erklären. Das Gleiche gilt für den Umgang mit der Geschlechterdifferenz, der dabei eine geschlechtsspezifische Ausprägung erfährt.

In ihrem zweiten Werk Was sich verändert und was bleibt wendet sich Christa Rohde-Dachser den existenziellen Grundfragen des Menschen zu, die mit der Erfahrung der Vergänglichkeit, dem Wunsch nach Unsterblichkeit und dem Leben im Augenblick zusammenhängen. Ausgangspunkt sind dabei sowohl psychoanalytische als auch gesellschaftliche und filmanalytische Betrachtungen. Eigene Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass in den damit verbundenen unbewussten Phantasien auch geschlechtsspezifische Unterschiede eine Rolle spielen.


Große Inklusionsstudie unter maßgeblicher Mitarbeit von Bernd Ahrbeck erschienen
Mit der vom Senatsamt des Landes Berlin in Auftrag gegebenen Langzeituntersuchung Anfangserfahrungen mit der Entwicklung der Inklusiven Schulen in Berlin. AiBe ist eine der umfangreichsten nationalen Inklusionsstudien beim Waxmann-Verlag erschienen. IPU-Professor Bernd Ahrbeck gehört zu den Autor:innen der Studie, die die Versuche von Schulen untersucht und evaluiert, Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam zu beschulen.


Conversation analysis by Michael Buchholz et al. published in journal Frontiers
IPU senior professor Michael Buchholz, Timo Buchholz and Barbara Wülfing published a research article titled Doing Contrariness, which is a conversation analysis of the talk-in-interaction in a single therapy session with a traumatized child. The article is a part of the Talking and cure research topic, Michael Buchholz and Anssi Peräkylä have published as an anthology in the open access scientific journal Frontiers.


„Gemeinschaft und Nation“ – Schwerpunktausgabe der Zeitschrift Sozialer Sinn
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Sozialer Sinn ist eine Schwerpunktausgabe zum Thema „Gemeinschaft und Nation“ und wurde von IPU-Professor Thomas Kühn, Katrin Voigt und Frank Schumann herausgegeben. Die Textveröffentlichungen sind aus der interdisziplinären Tagung „Vorstellungen von Gemeinschaft und Nation im Kontext gegenwärtiger rechtspopulistischer Mobilisierungen“ hervorgegangen, die am 28./29. Februar 2020 an der IPU stattfand.


IPU-Absolvent tritt Professur in Zürich an
Eine außergewöhnliche Leistung hat IPU-Absolvent Pierre-Carl Link erbracht: Er wird eine Professur in Zürich antreten. Er wurde an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich auf die Professur für Erziehung und Bildung bei Beeinträchtigungen der sozio-emotionalen Entwicklung berufen.


IPU-Podcast 50 Minuten erscheint wieder
Der IPU-Podcast 50 Minuten ist mit einer neuen Folge wieder da. Im Gespräch mit IPU-Professor Gunther Meinlschmidt geht es um die Frage, was genau psychische Gesundheit ist. Gibt es überhaupt einen Zustand, in dem man psychisch gesund ist? Und ab wann spricht man von Krankheit? Während der Corona-Pandemie ist dieses Thema neu und in einer drängenden Art und Weise aktuell geworden. Außedem geht es um die Frage, wie das Verhältnis zwischen psychischer Belastung und psychischer Störung gedacht werden kann.

Das Konzept des Podcasts ist neu, das Team gewachsen, Genaueres gibt es im Trailer nachzuhören. Wir laden alle Hörer:innen ein zum Relaunch des psychoanalytischen Podcasts.


New Anthology published by Michael Buchholz and Aleksandar Dimitrijević
The anthology, “Silence and Silencing in Psychoanalysis”, edited by IPU senior professor Michael Buchholz and IPU research associate Aleksandar Dimitrijević, was recently published by Routledge. The book approaches silence and silencing in psychoanalysis from multiple perspectives: the clinical and research perspectives, as well as philosophy, theology, linguistics and musicology.


IPU-Studierende veröffentlichen Beiträge in der Zeitschrift psychosozial
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift psychosozial zum Thema Gewalt ist erschienen, herausgegeben von IPU-Seniorprofessor Michael Buchholz. In den Beiträgen werden unter anderem gewaltaffine Situationen, wie der G20-Gipfel in Hamburg, mikroanalytisch behandelt. Mehr als zehn Beiträge wurden von IPU-Studierenden des englischsprachigen Masters verfasst.


Joachim Küchenhoffs Vortrag bei „Krise lehrt Denken“ online nachhören
Der am 28. Mai von Joachim Küchenhoff gehaltene Vortrag „Der Ausnahmezustand und das Individuum – Erkenntnisse in und mit der Pandemie“ fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Krise lehr denken statt und lässt sich nun auf Youtube anhören. Die These seiner Überlegungen lautet, dass der Ausnahmezustand nicht nur auf die Katastrophe folgt, sondern zugleich die Widersprüche der vorgängigen gesellschaftlichen Situation aufdeckt. In seinem Vortrag geht es unter anderem auch darum, wie Menschen mit dem Ausnahmezustand umgehen. Dies wird dargestellt anhand der Erfahrungen, die ihm Menschen im psychotherapeutischen Gespräch mitgeteilt haben. Joachim Küchenhoff ist Psychiater und Psychoanalytiker mit Sitz in Basel und zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin.


Insa Härtel untersucht die Aneignung von Filmen im Zeichen der Pandemie
In der aktuellen Ausgabe des Online-Magazins nach dem film setzt sich IPU-Professorin Insa Härtel mit der im Zeichen der Pandemie stehenden Aneignung von Filmen auseinander. Dabei untersucht sie einen auf den sozialen Medien kursierenden Clip, bei dem Szenen des Time-Travel-Klassikers Back to the Future mit den Corona-Schutzmaßnahmen zusammengebracht werden.