Kurzmeldungen der IPU Berlin

Kurzmeldungen aus der IPU Berlin mit aktuellen Veröffentlichungen, Artikeln und Beiträgen unserer Wissenschaftler:innen, Studierenden und Angehörigen.

Neue Buch von Thomas Loer erschienen

IPU-Lehrbeauftragter Thomas Loer hat ein neues Buch veröffentlicht. Die gemeinsam mit Ludwig Paul Häußner herausgegebene (hier erhältliche) Publikation setzt sich unter dem Titel »Entrepreneurship im Gespräch« dialogisch mit Unternehmertum auseinander. Fokussiert wird dabei auf Verantwortung und versucht Antworten auf die Frage zu geben, welche Haltung wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Fortschritt praktisch zusammenbekommen können.

Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik im Alter von 78 verstorben

Die IPU Berlin trauert um den Erziehungswissenschaftler und Publizisten Micha Brumlik. Brumlik lehrte von 1981 bis 2000 als Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, Kulturtheorie und Erziehung am damaligen Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg, und anschließend bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 2000 bis 2005 leitete er außerdem das dortige Fritz-Bauer-Institut. Sein über das Fachliche hinausgehende Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs, schlug sich in seiner Rolle als Mitgründer des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) nieder, dessen Beirat er zehn Jahre vorstand. Als öffentlicher Intellektueller, für den Bildung eine Kulturtechnik mit kritischem Anspruch und emanzipativem Potential war, hat er sich immer wieder mit der Psychoanalyse befasst, so beispielsweise im Rahmen seiner Monographie zu Sigmund Freud, den er darin als Anthropologen des 20. Jahrhunderts würdigte. Mit der IPU Berlin war Brumlik als Lehrbeauftragter eng verbunden, etwa im Rahmen der IPU Summer Schools 2020 und 2021. Brumlik ist Ende 2025 nach schwerer Krankheit verstorben.

Simon Kempe mit Hamburger-GePs-Forschungspreis ausgezeichnet

IPU-WiMi Simon Kempe hat die Hamburger Fellowship Persönlichkeitsstörungen 2025 erhalten. Die Gesellschaft zur Erforschung und Therapie von Persönlichkeitsstörungen (GePs) e.V. und die Asklepios Kliniken Hamburg GmbH schreiben jährlich die im deutschen Sprachraum höchstdotierten Preise für klinische Forschung im Bereich der Persönlichkeitsstörungen aus. Kempes prämierte Einreichung befasst sich mit der Frage, ob Persönlichkeitsstruktur, gemessen bereits vor einem potenziell traumatischen Ereignis, ein Risikofaktor für spätere posttraumatische Beschwerden sein kann und ihren Implikationen für die psychotherapeutische Praxis.

Neue YouTube-Inhalte vom EFSC und einer Lesung an der IPU Berlin verfügbar

Das Erich Fromm Study Center hat eine Videoreihe gestartet, die über den YouTube-Kanal des EFSC abrufbar ist. Sie knüpft an die seit 2021 stattfindenden »Erich Fromm Online Meetings« an, in denen eine internationale Forschungscommunity aktuelle Fromm-Beiträge auf Grundlage vorab bereitgestellter Videos und Texte diskutiert. In der neuen Reihe sind derzeit 18 von den Referent*innen vorbereitend aufgezeichnete Präsentationen zu unterschiedlichen Themen mit einer Länge zwischen 15 und 60 Minuten verfügbar. Außerdem auf Youtube ist hier inzwischen die Aufzeichnung der Lesung »Eine Sprache der Liebe« verfügbar. Nicht nur Pferdebegeisterte konnten an diesem von IPU-Professorin Benigna Gerisch moderierten Abend etwas über die Interspezieskommunikation von Pferd und Mensch in ihren Schnittstellen zur psychoanalytischen Theorie und Behandlungspraxis lernen.

Sonderausgabe des APA-Journals »The Humanistic Psychologist«

Wie Erich Fromm dabei helfen kann zu verstehen, warum Menschen sich von autoritären Bewegungen angezogen fühlen, warum Empörung in sozialen Medien so gut funktioniert oder wie solidarische Formen des Zusammenlebens aussehen könnten, damit beschäftigt sich die November-Sonderausgabe des APA-Journals »The Humanistic Psychologist« zum Thema »Erich Fromm’s Humanistic Psychology as Normative Orientation Amid Social and Political Challenges«. Die Beiträge knüpfen an Fromms Idee an, dass Psyche und Gesellschaft untrennbar miteinander verschränkt sind: Gesellschaftliche Strukturen formen psychische Bedürfnisse und diese wirken auf soziale Ordnungen zurück. So beleuchten Artikel etwa, wie »transformative Leadership« in Organisationen aussehen kann, wie sich Empörungsdynamiken in progressiven Online-Communities psychoanalytisch verstehen lassen, welche psychische Logik hinter der Anziehungskraft rechtspopulistischer Bewegungen steht, und was sich aus historischen Projekten solidarischer Ökonomie wie der Boimondau-Kommune für heutige Praxis lernen lässt. Herausgegeben und gasteditiert wurde die Ausgabe von Niclas O’Donnokoé, Philip Jammermann und Thomas Kühn von der IPU Berlin. Die Einleitung der drei Herausgeber sowie Rainer Funks Artikel »Erich Fromm’s psychological concept of humanism« sind open access frei verfügbar; IPU-Angehörige können über den Bibliothekszugang auf alle Beiträge der Sonderausgabe zugreifen.

Konstantin Heinrich mit Studienpreises 2025 der DGfMM ausgezeichnet

IPU-Student Konstantin Heinrich wurde für seine Bachelorarbeit „Wann ist ein Musiker (k)ein Musiker?“ mit dem Studienpreis der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich für hervorragende empirische Abschlussarbeiten vergeben, die sich inhaltlich mit Themen der Musikphysiologie, Musikermedizin oder Musizierendengesundheit befassen. Die durch IPU-Professor Bernd Ahrbeck erstbetreute Arbeit von Konstatin Heinrich erkundet, wie studierte Musiker*innen Berufswechsel erleben.

Special Issue „Personality Dynamics“ mit IPU-Professorin Leonie Kampe

In der Sonderausgabe der Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie zu Personality Dynamics ist auch ein Beitrag unter Mitarbeit von IPU-Professorin Leonie Kampe erschienen. In dem hier in voller Länge verfügbaren Artikel besprechen Kampe und Kolleg*innen die dimensionale Beurteilung von Persönlichkeitsfunktionen. Dieses transdiagnostische Rahmenkonzept, das mit frühen Beziehungserfahrungen verknüpft ist, dient zur Einordnung von Störungsschwere und klinischen Phänotypen sowie zur individualisierten Therapieplanung.

IPU-Professorin Benigna Gerisch in ARTE-Dokumentation

In der ARTE-Reihe „42 – Die Antwort auf fast alles“ ist IPU-Professorin Benigna Gerisch in der Folge „Optimieren wir uns in den Wahnsinn?“ zu sehen. Darin spricht sie über die psychischen Folgen von gesellschaftlichem Perfektions- und Leistungsdruck und ordnet die kulturelle Bedeutung von Selbstoptimierung aus psychoanalytischer Perspektive ein. Die Folge ist in der ARTE-Mediathek abrufbar. Prof. Dr. Benigna Gerisch hat in mehreren Forschungsprojekten zur Selbstoptimierung geforscht – zuletzt in Kooperation Prof. Dr. Vera King und Prof. Dr. Hartmut Rosa im Projekt Das vermessene Leben“.

Theaterstück von IPU-Professor am Nationaltheater Sofia

„Marilyn Monroe’s Last Session“, ein Stück von IPU-Professor Andreas Hamburger und Dr. Vivian Pramatarov-Hamburger, wird am Nationaltheater Sofia aufgeführt. Gegenstand ist die letzte Begegnung zwischen Marilyn Monroe und ihrem Psychoanalytiker Ralph Greenson am Abend vor Marilyns Tod; das Stück lotet aus, was zwischen den beiden in dieser Stunde geschehen sein könnte. Dabei wird auch eine kleine psychoanalytische Hypothese in den Raum gestellt, die hier jedoch noch nicht verraten werden darf. Für alle, die des Bulgarischen nicht mächtig sind, haben die Aufführungen am 15., 16. und 17. September englische Untertitel.

Psychoanalytic Research Exceptional Contribution Award 2025 für drei IPU Forscher

Mit einem von der International Psychoanalytic Association vergebenen Forschungspreis wurde ein gemeinsames Paper von IPU-WiMi Simon Kempe, dem IPU-Lehrbeauftragten Werner Köpp und IPU-Professor Lutz Wittmann ausgezeichnet. In dem hier in voller Länge verfügbaren Beitrag befassen sich die Autoren mit positiven Effekten von steigender Emotionsregulation in Träumen im Verlauf von Psychotherapien.

Ergebnisse der Studie »Das vermessene Leben« auf Englisch veröffentlicht

Die Ergebnisse der an der IPU Berlin gemeinsam unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Institut Frankfurt und der Universität Jena durchgeführten Studie »Das vermessene Leben« sind jetzt auch der englischsprachigen Fachöffentlichkeit in kondensierter Form verfügbar. Im Routledge-Verlag haben die IPU-Professorin Benigna Gerisch (Studienleiterin an der IPU), die Co-Leiterin der Studie und IPU-Stiftungsratsmitglied Vera King sowie der Co-Leiter Hartmut Rosa den Band »The Measured Life in the Digital Age: Optimisation by Numbers« herausgegeben. Der hier verfügbare Sammelband zeigt, wie die wachsende Ausrichtung auf digitale Kennzahlen und Optimierung Arbeit und Organisationen, Beziehungen in sozialen Medien und körperliches Self-Tracking prägt, welche Anreize und Risiken daraus für Kultur, Psyche und Gesellschaft entstehen und wie sich dadurch die kulturell definierten Grenzen zwischen Normalität und Pathologie verschieben.

Zwei Veranstaltungen unter Beteiligung von IPU-Mitgliedern

Am 20. September 2025 findet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf der Tag der Akademie unter dem Titel »SEHNSUCHT & SINNSUCHE – Was sagt die Psychoanalyse dazu?« statt; IPU-Seniorprofessor Martin Teising und IPU-Professorin Annette Streeck-Fischer halten dort Vorträge. Zudem spricht Martin Teising auf der EPCUS-Konferenz »Loss and Hope« der European Psychoanalytical Federation (EPF) in Brüssel und online vom 2.–4. Oktober 2025 und lädt im Namen der EPF dazu ein; die Tagung beleuchtet aus psychoanalytischer Perspektive die Zusammenhänge von Verlust und Hoffnung in Zeiten technischer Umbrüche, Konflikten und ökologischer Krisen.

Neues Buch zum Konzept der Abwehr von Leonie Kampe

IPU-Professorin Leonie Kampe hat in der Reihe Analyse der Psyche und Psychotherapie des Psychosozialverlags ein neues Buch veröffentlicht. Unter dem Titel Abwehr untersucht sie den gleichnamigen psychodynamischen Begriff aus historischer und entwicklungstheoretischer Sicht. Abschließend stellt Kampe in dem hier erhältlichen kompakten Werk die Bedeutung des Konzepts für die klinische Praxis heraus und erläutert einzelne Abwehrformationen anhand von Beispielen.

KSG-Leadership-Day 2024 an der IPU stößt auf begeisterte Resonanz

In einem Interview mit der jüngsten Teilnehmerin der Bucerius Summerschool on Global Governance 2024 kommt diese auch auf den KSG-Leadership-Day zu sprechen, der im Rahmen der Summerschool an der IPU stattfand, und findet durchweg lobende Worte. „Wir wurden eingeladen, neu zu überlegen, welche Art von Führung unsere Zeit tatsächlich braucht: nicht nur strategisch oder visionär, sondern psychologisch bewusst“, resümiert Joya Elias, seinerzeit Managerin am International Institute for Justice and the Rule of Law in Malta im hier in voller Länge nachlesbaren Interview.

Deutschlandfunk interviewt Christine Kirchhoff zu frauenfeindlichen Attacken in Berlin und Paris

In Deutschlandfunk Kultur war IPU-Professorin Christine Kirchhoff im Interview zu Berichten über Spritzenattacken auf Frauen. Welche Auswirkungen solche tatsächliche und sogar lediglich bloß angekündigte und/oder medial kolportierte Attacken von Männern haben, erleutert sie in dem hier nachhörbaren Beitrag.

Filmbesprechung von Andreas Hamburger an der Columbia University

IPU-Professor Andreas Hamburger hat in einer Online-Vorlesung an der New Yorker Columbia University zwei der im Jahr 2023 am breitesten rezipierten Filme besprochen. Auf Einladung der dortigen Professorin und Psychoanalytikerin Adele Tutter sprach er im psychoanalytischen Studienprogramm des Instituts für vergleichende Literaturwissenschaft und Gesellschaft zu Verbindungslinien zwischen den Werken Anatomie eines Falls und The Zone of Interest. Einen Mitschnitt der Vorlesung finden Sie hier.

IPU-Professor Thomas Kühn zu Gast bei rbb24 – Der Talk

Mehr oder weniger Arbeiten, faul oder überlastet? Thomas Kühn ergänzte bei rbb24 – Der Talk die wissenschaftliche Perspektive für die Diskussion über die deutsche Arbeitsrealität. Die Sendung ist hier in voller Länger anzuschauen. Thema waren unter anderem die Vier-Tage-Woche, Fragen nach einer Work-Life-Balance und die Qualität der Arbeit, die heute geleistet wird. In der von Volker Wieprecht moderierten Sendung waren Thomas Kühns Gesprächspartnerinnen die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi und die Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen, Christina Diem-Puello.

Die IPU Berlin trauert um Rolf Haubl

Der ehemalige Direktor des Sigmund-Freud-Instituts und Professor für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt Rolf Haubl ist verstorben. Rolf Haubl war der IPU Berlin eng verbunden. So hat er den Masterstudiengang zur psychodynamisch fundierten Organisationsentwicklung (heute MA Leadership und Beratung) mit aufgebaut und mit seinem vielfältigen Erfahrungsschatz etwa als Lehranalytiker, Supervisor und Organisationsberater maßgeblich mitgeprägt. Der IPU Berlin wird Rolf Haubl als geschätzter Kollege fehlen, vielen als Freund. Lesen Sie hier den Nachruf des SFI Frankfurt/Main.

Neues Buch von Christina von Braun erschienen

Die der IPU inhaltlich und – in der Vergangenheit als Beirätin – auch organisatorisch eng verbundene Kulturtheoretikerin Christina von Braun hat gemeinsam mit dem Psychoanalytiker Tilo Held das Buch Kampf ums Unbewusste veröffentlicht. In dem hier erhältlichen Werk werfen beide einen scharfen Blick auf die negativen Dimensionen unbewusster Dynamiken, die unser gesellschaftliches Miteinander prägen – sei es in Form von Antisemitismus und autoritären Strömungen, in den Debatten um Geschlechterrollen oder im Umgang mit Fake News und Verschwörungserzählungen. Dabei betrachten sie die vergangenen zweihundert Jahre und fragen, wie eine interdisziplinär geöffnete Psychoanalyse dazu beitragen kann, die aktuellen gesellschaftlichen Krisen besser zu verstehen und zu bewältigen.

Masterarbeit zur Klimakrise von IPU-Absolvent veröffentlicht

Steen Thorsson hat an der IPU seinen Master in Psychologie absolviert und nun seine Masterarbeit unter dem Titel Burn Baby Burn im Psychosozial-Verlag veröffentlicht. Darin analysiert er die Klimakrise als Resultat kapitalistischer Naturzerstörung und gesellschaftlicher Verdrängung. Es mangele nicht an Wissen, sondern an Widerstand gegen diese Entwicklung: Angstabwehr, technizistische Illusionen und autoritäre Projektionen träten an die Stelle realen Handelns. Psychoanalytisch betrachtet werde die Krise zur unbewältigten Bedrohung, die in Leugnung und Massenwahn umschlage. Thorsson plädiert dafür, Psychoanalyse und kritische Gesellschaftstheorie zusammenzudenken, um zu begreifen, warum Menschen eine zerstörerische Weltordnung verteidigten.

Buchrezension in internationaler Zeitschrift von IPU-Student

Philip Jammermann hat eine Rezension zu Michael Schüßlers Buch "Die Sprachen des Leibes und die Leiblichkeit der Sprache" verfasst. An der IPU studiert er im Bachelor Psychologie und bekam die Möglichkeit, seinen Text für die Sonderausgabe von "Constelaciones. Revista de Teoría Crítica" zum Thema "Geschlechterverhältnisse, Sexualität und Kapitalismus in der kritischen Gesellschaftstheorie" beizusteuern. In der hier in voller Länge nachlesbaren Rezension hebt er als zentrale Stärke hervor, dass Schüßler Alfred Lorenzer und dessen Verbindung von Marxismus und Psychoanalyse wieder in den Fokus rückt. Kritisch sieht Jammermann hingegen, dass Schüßler Geschlecht und Sexualität in traditionellen Kategorien denkt und aktuelle Theorieströmungen feministischer Subjektphilosophien ignoriert. Zudem gehe die Kritik an Judith Butler fehl. Trotz dieser Schwächen erkennt er Schüßlers Beitrag zur Debatte um Leiblichkeit und Sprache an.

EFPP Research Award für IPU-WiMi Simon Kempe

Simon Kempe wurde mit dem EFPP Research Award 2025 der European Federation for Psychoanalytic Psychotherapy (EFPP) ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die EFPP herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der psychoanalytischen Psychotherapie. Kempes prämiertes Paper ist Teil seiner kumulativen Promotion unter der Betreuung von IPU-Professor Lutz Wittmann im IPU-Forschungsprojekt zur Affektregulation in Träumen bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen.

Sammelband zu Jean Laplanche von Christine Kirchhoff und Aaron Lahl erschienen

IPU-Professorin Christine Kirchhoff und ihr ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter Aaron Lahl haben gemeinsam das kürzlich veröffentlichte Buch »Laplanche kritisch wiedergelesen - Beiträge zu Körper, Sexualität und Verführung« herausgegeben. Der hier erhältliche Band, in dem auch die IPU-Alumni Hauke Kromminga, Henning Lampe und Anna-Myrte Palatini sowie der ehemalige IPU-Lehrbeauftragte Udo Hock zu Wort kommen, diskutiert enthusiastisch bis kritisch einzelne Konzepte und Metaphern Laplanches. Betrachtet werden mögliche kultur-, sexual- und geschlechtertheoretische Implikationen seines Ansatzes und Vergleiche gezogen mit anderen Metapsychologien, etwa der kleinianischen.

Neuer Artikel von und neues Mentorship-Programm für IPU-WiMi Johanna Klinge

Zu Beginn des Jahres hat Johanna L. Klinge einen Artikel im multidisziplinären peer-reviewed Journal Development and Psychopathology veröffentlicht. In dem hier in voller Länge zugänglichen Beitrag untersucht die an der IPU beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiterin – unter anderem gemeinsam mit IPU-Professorin Annette Klein –, ob eine geringe Selbstregulation bei Kindern ein Risikofaktor für oder eine Folge von internalisierenden Symptomen ist oder ob sich vielmehr beides entlang eines gemeinsamen Spektrums co-entwickelt und auf gemeinsame Ursachen zurückzuführen ist. Ebenfalls im Januar wurde Johanna L. Klinge für das Psychodynamic Research Mentorship Program ausgewählt, welches im Rahmen einer Kooperation des Erikson Institute am Austen Riggs Center und des Yale Child Study Center durchgeführt wird. Als eine von neun Mentees erhält sie im Rahmen des Programms ein Jahr lang Unterstützung durch einen Mentor des University College London (UCL) sowie Feedback durch weitere internationale Wissenschaftler:innen in Bezug auf ein - an der IPU aktuell laufendes - psychodynamisches Forschungsprojekt. Interessierte finden hier Details zu dem Programm.

Zwei neue Artikel zur Reflexivität des Forschungsstandpunktes von IPU-Professor Phil Langer und Kolleginnen erschienen

IPU-Promovendin Alina Brehm hat zusammen mit IPU-Professor Phil Langer einen Artikel zu Empathie in Forschungsprozessen im Forum Qualitative Sozialforschung veröffentlicht. Gemeinsam untersuchen beide in dem (hier Open Acces verfügbaren) Beitrag die Bedeutung und Reflexion von Empathie in emotional herausfordernden Forschungssituationen, insbesondere in Fällen scheinbar „gescheiterter“ Empathie. Sie diskutieren methodologische Strategien zur Analyse solcher Begegnungen, um deren erkenntnistheoretische Relevanz für die kritische Wissensproduktion aufzuzeigen – unter Bezugnahme auf das Konzept der „starken Reflexivität“. Letzteres hat Langer 2016 gemeinsam mit seinen Kolleginnen Angela Kühner und Andrea Ploder entwickelt. Daran knüpften sie kürzlich mit dem (hier verfügbaren) Artikel „Es ist professionell, Gefühle zu haben“ in der Zeitschrift Psychologie & Gesellschaftskritik an. In der dortigen Weiterentwicklung des Konzepts untersuchen sie das Zusammenspiel von Reflexivität, der Verletzbarkeit von Forschenden und academic kindness, um eine relationale Forschungsethik sowie mögliche Ansätze für eine stark reflexive Hochschullehre zu skizzieren.

IPU-Studentin bespricht Podcast „Fashion Neurosis“ im Kunstmagazin Monopol

In der aktuellen Ausgabe des Kunstmagazins Monopol hat IPU-Studentin Alissa Geffert den psychoanalytisch inspirierten Podcast Fashion Neurosis besprochen. Das von Sigmund Freuds Urenkelin Bella Freud moderierte Format beleuchtet Geffert in ihrem (hier in voller Länge nachlesbaren) Beitrag nicht nur im Hinblick darauf, was es über Gastgeberin und Gäste verrät, sondern auch hinsichtlich der Frage, ob es dazu beiträgt, die Psychoanalyse "fashionable" zu machen.

Neue Kanzlerin an der IPU Berlin: Beate Deppe folgt auf Dr. Rainer Kleinholz

Beate Ella Deppe ist die neue Geschäftsführerin und Kanzlerin der IPU Berlin. Mit Beginn des Januars hat sie die Nachfolge von Dr. Rainer Kleinholz angetreten, der die Geschäfte der IPU seit 2014 geleitet hat. Beate Deppe ist Juristin und Mediatorin, zuletzt war sie als Verwaltungs- und Personalleiterin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin tätig. Als Kanzlerin ist sie an der IPU Teil der Universitätsleitung und leitet die Verwaltung. Sie ist unter anderem zuständig für die Wirtschaftsplanung und die Strukturentwicklung innerhalb der Verwaltung.„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Aus meiner Sicht sind die Prozessoptimierung und die Digitalisierung der Verwaltung wichtige Bausteine für die Weiterentwicklung der IPU. Auch die Steigerung der Attraktivität unserer Universität für Studierende und Mitarbeitende ist für die Zukunft von großer Bedeutung", sagte Beate Deppe zum Start ihrer Tätigkeit. Die IPU dankt Rainer Kleinholz für sein ein Jahrzehnt währendes Wirken. Er bleibt der IPU noch bis 2026 in beratender Funktion erhalten.

Das MOCON Lab an der IPU Berlin

Im Motivational and Cognitive Neuroscience (MOCON) Lab werden die neuronalen Grundlagen komplexer menschlicher Fähigkeiten erforscht. Es geht dort in verschiedenen Forschungsprojekten unter anderem um die Themen Multitasking und kognitive Kontrolle sowie um Motivation-Emotions-Interaktionen. Geleitet wird das Lab von Prof. Dr. Christine Stelzel. Erfahren Sie mehr über das MOCON Lab auf dieser Website.