Prof. Dr. Birgit Stürmer

Vizepräsidentin, Allgemeine und Neurokognitive Psychologie

IPU Berlin
Stromstr. 1 - Raum 4.06
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-725
E-Mail: birgit.stuermer(at)ipu-berlin.de

Schwerpunkte in der Lehre

In der Lehre vertrete ich die Allgemeine Psychologie und die biologischen Grundlagen psychischer Prozesse. In der Allgemeinen Psychologie erforschen wir psychische Prozesse des Erlebens und Verhaltens, die bei allen Menschen auf vergleichbare Weise ablaufen. Gegenstand sind hier Funktionen von Denken, Sprache, Lernen, Gedächtnis, Wahrnehmung und Handlung, sowie Emotion und Motivation.

In der Biologischen Psychologie interessieren wir uns für die neuronalen Grundlagen dieser psychischen Prozesse. Insbesondere beschäftigen wir uns mit der Frage, wie psychische Prozesse durch Gehirnstrukturen und -funktionen realisiert werden. Darüber hinaus werden auch Wechselwirkungen zwischen dem neuronalen System und dem Hormonsystem, dem Immunsystem sowie Genetik und Epigenetik thematisiert.

Im Rahmen von Vorlesungen werden die jeweiligen Grundlagen erarbeitet zusammen mit einer kritischen Reflexion der Forschungsmethoden, die zu diesen Erkenntnissen geführt haben. In der Biologischen Psychologie wird zudem kritisch hinterfragt, inwiefern psychische Prozesse aufgrund körperlicher Prozesse erklärt werden können. Einzelnen Themen wie bspw. die Funktionen von Bewusstsein werden in Seminaren vertieft.

Schwerpunkte in der Forschung

Meine Forschungsprojekte ranken darum, wie automatische und kontrollierte Handlungssteuerung aufeinander bezogen sind. Mich interessiert wie willentliche Handlungssteuerung in die automatisch generierte Handlungsvorbereitung eingreift. Meist konkurrieren mehrere Handlungsziele darum, in konkrete Handlungspläne übersetzt und ausgeführt zu werden. Dies führt zu Konflikten in der menschlichen Informationsverarbeitung, die überwacht und gelöst werden müssen, damit einzelne Handlungsziele in Verhalten umgesetzt werden können. Zudem thematisiere ich, wie soziale Situationen und psychische Störungen auf diese Prozesse wirken.

Methodisch ist meine Forschung an der Schnittstelle zwischen Kognitionsforschung und den Neurowissenschaften angesiedelt. Wie Konflikte im menschlichen kognitiven System entstehen, verarbeitet werden und welche Folgen sie in der nachfolgenden Informationsverarbeitung haben, untersuche ich anhand von ereigniskorrelierten Hirnpotenzialen, die auf der Basis von Verhaltensexperimenten gemessen und analysiert werden.
 

Ausgewählte Forschungsprojekte

seit 2018
“The interplay of internal and external signal processing in patients with depression: An event-related brain potential study” zusammen mit Dorothea Huber (IPU Berlin) und Christian Valt (IPU Berlin)

seit 2011
„Psychological Consequences of Meal Situations“ zusammen mit Manuel Martin-Loeches (Universidad Complutense de Madrid, Spanien), Annekathrin Schacht (Universität Göttingen) und Werner Sommer (Humboldt-Universität zu Berlin)

2015-2018
„Handlungsüberwachung in sozialen Interaktionen: Dynamik interner und externer Signalverarbeitung“ zusammen mit Christian Valt (IPU Berlin)

2014
„Fehlerverarbeitung und Leistungsüberwachung im sozialen Kontext“ zusammen mit Christian Valt (IPU Berlin)

2007-2012
„Interdisziplinäres Wolfgang-Köhler-Zentrum zur Erforschung von Konflikten in intelligenten Systemen an der Humboldt-Universität zu Berlin“

2006-2012
DFG Forschergruppe „Konflikte als Signale“ zusammen mit Peter Frensch (Humboldt-Universität zu Berlin), Stephan A. Brandt (Charité) und Werner Sommer (Humboldt-Universität zu Berlin)

 

Weitere Informationen

Sprechstunde während der Vorlesungszeit im WiSe 2019/2020:
17.10. von 15.00 – 16.00 Uhr
25.10. von 09.30 – 10.30 Uhr
31.10. von 09.00 – 10.00 Uhr
13.11. von 11.00 – 12.00 Uhr
18.11. von 09.00 – 10.00 Uhr
26.11. von 16.00 – 17.00 Uhr
2.12. von 11.00 – 12.00 Uhr
18.12. von 09.00 – 10.00 Uhr
8.1. von 09.00 – 10.00 Uhr
28.1. von 11.00 – 12.00 Uhr
10.2. von 09:00 – 10.00 Uhr