Ehemalige Präsidentinnen und Präsidenten

Die IPU Berlin ist eine junge Universität, die 2019 ihr 10-jähriges Bestehen feierte. In der langsam anwachsenden Historie haben Präsidentinnen und Präsidenten die IPU auf unterschiedliche Arten geprägt und weiterentwickelt. Bei ihrer Gründung im Oktober 2009 mit dem Masterstudiengang Klinische Psychologie, zählte die Universität nur 75 Studierende. Mittlerweile bildet die IPU ein international renommiertes Zentrum der psychoanalytischen Forschung und Lehre. Hier erfahren Sie, was die Amtszeiten der ehemaligen Präsidentinnen und Präsidenten der IPU geprägt hat.

Jürgen Körner

Gründungspräsident, 2009 bis 2012

Zusammen mit Christa Rohde-Dachser hatte ich das Konzept einer psychoanalytischen Universität entwickelt, einer in der Bundesrepublik bis dahin einmaligen Institution. Sie war notwendig geworden, weil die Psychoanalyse an den Universitäten kaum noch vertreten war. Die IPU sollte das Interesse der Studierenden wieder wecken, viel wichtiger aber war es, eine Universität zu gründen, an der die Psychoanalyse als kritische Sozial- und Kulturwissenschaft weiter entwickelt und psychodynamisch orientierter wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert werden kann. Die Gründung der IPU war eine reizvolle Aufgabe: Welche Studiengänge wollten wir anbieten, wie die Curricula gestalten, welche Hochschullehrer können wir gewinnen und wie viele Studierende werden sich interessieren? Im Rückblick scheint das Projekt gelungen zu sein: Zur ersten Vollversammlung am 11. November 2009 zählten wir 10 Professor(inn)en und 74 Studierende.

Martin Teising

2012 bis 2018

In der Zeit von 2012 bis 2018 war ich als Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin am Ausbau und der Konsolidierung der IPU beteiligt. Wir haben das Ziel verfolgt, eine wissenschaftlich fundierte Psychoanalyse auf universitären Niveau zu etablieren und unseren Studierenden ein Verständnis für die Bedeutung unbewusster Prozesse und Konflikte im Individuum, in familiären und sozialen Beziehungen sowie in gesellschaftlichen Prozessen zu vermitteln. Wir konnten für psychoanalytisch inspirierte Forschungsprojekte viele Drittmittel einwerben und die Internationalisierung vorantreiben, Fort- und Weiterbildungen initiieren. Die IPU ist zu einem Leuchtturm der Psychoanalyse und zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden und wird es bleiben. Dafür danke ich allen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Wenn ich gebraucht werde, helfe ich gern auch in Zukunft weiter mit.

Ilka Quindeau

2018 bis 2020