Internationales

Informationen für Studierende und Lehrende

Netzwerk „Trauma, Trust, and Memory“

Ein DAAD-gefördertes Forschungsnetzwerk in Mittel- und Südosteuropa

Bewilligungszeitraum: 01.01.2013 – 31.12.2016, mit jährlicher Verlängerungsoption
Leitung: Prof. Dr. Andreas Hamburger

Das Projekt hat ein von Nachwuchswissenschaftlern getragenes transnationales Netzwerk in interdisziplinärer und psychoanalytischer Traumaforschung etabliert. Es trägt zur Überwindung individueller wie gesellschaftlicher Traumatisierungserfahrungen bei und schafft Voraussetzungen zur subjektiven wie kollektiven Versöhnung.

Forschungsinitiativen aus Bosnien-Herzegowina (Republika Srbska und Föderation), Serbien und Bulgarien sind mit deutschen und internationalen psychoanalytischen Traumaforschungen verbunden worden: Psychotherapieforschung, epidemiologische Untersuchungen, Grundlagenstudien zu Traumaerleben und -verarbeitung, sowie – als Besonderheit des Verbundes – Studien zur kulturellen Verarbeitung kollektiver Traumatisierungen durch Literatur- und Filmanalysen.

Der klinisch-kulturwissenschaftliche Kompetenztransfer ist ein Spezifikum der IPU Berlin, deren Projektteam in diesen Feldern wie im moderierten Wissenschaftsdialog über große Erfahrung verfügt.

In den ersten beiden Jahren konnten gegenseitige Projektaudits, projektbezogene Schulungen und überregionale Präsentationen der Summer School, einer Koordinatoren-konferenz, einer mehrteiligen Ringvorlesung in zwei Ländern, einem Fellowtraining und drei Sur‐Place‐Stipendien zum Thema des Forschungsnetzwerkes über unterschiedliche methodologische Ansätze in Bosnien‐Herzegowina, Serbien, Bulgarien und Deutschland durchgeführt und eingerichtet werden. Die Synergien dezentraler Forschungsbemühungen wurden genutzt, um in wechselseitigen und externen Schulungsprozessen (Fellowtrainings, Workshops) Instrumente zu validieren, die dem komplexen Thema von Trauma und Traumaverarbeitung gerecht werden, methodenübergreifende Triangulationsperspektiven sowie QM-Mechanismen zu erarbeiten und Perspektiven auf bilaterale Drittmittelanträge vorzubereiten. Durch diese Zusammenarbeit konnte ein transregionaler interdisziplinärer Forschungsverbund entstehen, der Forschungsergebnisse regional abstimmt, spezifiziert und publiziert und neue, gemeinsame Forschungsfragen multilateral in Angriff nimmt.

Projektteam der IPU Berlin:

Prof. Dr. Andreas Hamburger (Projektsprecher)
andreas.hamburger(at)ipu-berlin.de

Prof. Dr. Dr. Horst Kächele
horst.kaechele(at)ipu-berlin.de

Prof. Dr. Annette Streeck‐Fischer
annette.streeck‐fischer@ipu-berlin.de

Prof. Dr. Lutz Wittmann
lutz.wittmann(at)ipu-berlin.de

Carmen Scher M.A. (Koordinatorin)
carmen.scher(at)ipu-berlin.de

Silvia Dröge (Assistenz)
silvia.droege(at)ipu-berlin.de

Partnerhochschulen:

Bosnien-Herzegowina (BIH)
University of Banja Luka
Dr. Slavica Tutnjević
Faculty of Philosophy
slavica.tutnjevic(at)unibl.rs

University of Sarajevo
Dr. Sabina Alispahić
Department of Psychology
sabina_alispahic(at)hotmail.com

Dr. Larisa Kasumagić
Department of English Language and Education
larisakasumagic(at)yahoo.com

Academy of Sciences and Arts of BiH    
Prof. Dr. Dubravko Lovrenović
Department of History
dulov(at)bih.net.ba

Bulgarien (BG)
Universität Sofia St. Kliment Ohrid
Chief Asst. Prof. Camellia Hancheva
Department of General, Experimental and Genetic Psychology
hancheva(at)yahoo.com

New Bulgarian University (NBU) Sofia
Prof. Dr. Nikola Atanassov
Department of Cognitive and Social Psychology
n.atanassov(at)gmx.ne

Serbien (SRB)
University of Belgrade
Prof. Dr. Aleksandar Dimitrijević
Department of Psychology
adimitri(at)f.bg.ac.rs

University of Niš
Prof. Dr. Vladimir Hedrih
Department of Psychology
vhedrih(at)hm.co.rs