Stiftungsfonds Priv.-Doz. Dr. Harald Leupold-Löwenthal

Mit einer großzügigen Zustiftung hat Frau Dr. Ida di Pietro Leupold-Löwenthal einen Stiftungsfonds aufgelegt, der das Wirken ihres verstorbenen Mannes Harald Leupold-Löwenthals weiterführen soll.

„Harald Leupold-Löwenthal prägte in Wien eine Analytikergeneration mit seiner Lehre. Der Stiftungsfonds an der IPU Berlin richtet sich nun an die folgende Generation“, erklärt Ida di Pietro Leupold-Löwenthal. Im Februar 2021 hat sie den offenen Priv.-Doz. Dr. Harald Leupold-Löwenthal Stiftungsfonds in der Stiftung zur Förderung der universitären Psychoanalyse aufgelegt. Gefördert werden soll mit den Mitteln des Fonds die IPU und deren vielfältige Aktivitäten in wissenschaftlicher Hinsicht aber auch in der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Seit 2019 ist zwischen Ida di Pietro Leupold-Löwenthal und der IPU eine fruchtbare Kooperation entstanden, die sie angebahnt hat, um das Wirken ihres 2007 verstorbenen Mannes weiterzuführen. Im Andenken Harald Leupold-Löwenthals fördert sie bereits seit zwei Jahren Studierende der IPU mit zehn Deutschland-Stipendien.

Harald Leupold-Löwenthal war als Psychoanalytiker in Wien tätig und engagierte sich in vielfältiger Weise. Er hatte von 1974 bis 1981 den Vorsitz der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung inne, war Gründungsmitglied der Sigmund-Freud-Gesellschaft und von 1976 bis 1999 deren Präsident. Wie Sigmund Freud im Jahre 1924, erhielt Leupold-Löwenthal 1995 die Auszeichnung „Bürger der Stadt Wien“, die für besondere Verdienste vergeben wird. In einem ausführlichen Porträt haben wir das Leben und Wirken Harald Leupold-Löwenthals vorgestellt.

Wir feiern den 70 Geburtstag eines Psychoanalytikers, der vielleicht mehr als irgend jemand anderer unserem Berufstand geholfen hat, eine Brücke zwischen den vergangenen und den gegenwärtigen Entwicklungen der Psychoanalyse in der Stadt ihrer Entstehung zu bauen.

Otto F. Kernberg, 1996, in: Der Psychoanalytische Prozeß. Festschrift zum 70. Geburtstag von Harald Leupold-Löwenthal

Zeitlebens war Leupold-Löwenthal international und interkulturell engagiert. Ein besonderes Anliegen war ihm die Unterstützung geflohener Menschen. So stellt für Ida di Pietro Leupold-Löwenthal das Thema „Flucht und Migration“ eine direkte Verbindung zwischen der IPU und der Fortführung des Wirkens ihres Mannes dar: „Als gemeinsames Ziel ergibt sich dieser Fokus meines Erachtens einerseits aus der Unterstützung der IPU von Menschen mit Fluchtgeschichte seit November 2015 und anderseits aus den beruflichen Erfahrungen meines Mannes im Kontext der Arbeit mit Flüchtlingen aus Ungarn nach 1956.“

Die IPU freut sich über Ida di Pietro Leupold-Löwenthals Eröffnung des Priv.-Doz. Dr. Harald Leupold-Löwenthal Stiftungsfonds und dankt ihr für ihr Engagement in der Förderung der Internationalen Psychoanalytischen Universität.