Prof. Dr. Annette M. Klein

Entwicklungspsychologie

IPU Berlin
Stromstr. 3b - Raum 1.14
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-756
E-Mail: annette.klein(at)ipu-berlin.de

Schwerpunkte in der Lehre

In der Lehre im Bachelor vertrete ich die Entwicklungspsychologie, eine sehr spannende Teildisziplin der Psychologie, sich mit der Entwicklung des Menschen über die gesamte Lebensspanne, also von der Geburt bis zum hohen Lebensalter beschäftigt. Dabei werden typische Entwicklungsaufgaben, die Entstehung und Veränderung von Bindungen und Beziehungen sowie Entwicklungen im Denken, Lernen, Gedächtnis, Sprache etc. beleuchtet. Neben typischen, normativen, Veränderungen im Lebenslauf werden auch Störungen in der Entwicklung und deren Einflussfaktoren thematisiert.

Im Rahmen der Vorlesungen werden die grundlegenden Konzepte, Theorien, Methoden und Forschungsstrategien der allgemeinen Entwicklungspsychologie erarbeitet. Im Seminar werden diese Inhalte bezogen auf die frühe und mittlere Kindheit vertieft. Dabei liegt der Fokus auf Entwicklungsprozessen, die im Alltag kleiner Kinder beobachtet werden können (z.B. frühe Kommunikation des Babys, Eltern-Kind-Interaktion, frühes Hilfeverhalten) bzw. für die Familie relevant sind (z.B. Übergang in den Kindergarten, Einflüsse auf Bindungsprozesse).

Im Master Psychologie lehre ich u.a. zu Entwicklungstheorien und zur Entwicklungspsychopathologie. In der Vorlesung werden verschiedenste bedeutende entwicklungspsychologische Theorien behandelt, mit einem Fokus auf klassische und moderne psychoanalytische Theorien. Im Seminar  Entwicklungspsychopathologie erfolgt die vertiefte Auseinandersetzung mit Problemen und Störungen, die im Kindes- und Jugendalter auftreten können, wie z.B. Ängste, Essstörungen oder Depression sowie Behandlungsansätze.

Schwerpunkte in der Forschung

Internalisierende Symptome und Störungen in der Entwicklung vom Vorschul- zum Grundschulalter: Zusammenhang zu psycho-sozialen (z.B. soziale Kompetenzen, elterliche Psychopathologie) und biologischen Risikofaktoren (z.B. Stressreaktivität, Genetik)

Elterliches Emotionsverständnis, Eltern-Kind-Interaktion (Emotional Availability, Bindung) und kindliche Sozialkompetenzen in der Entwicklung; Einflüsse elterlicher Mentalisierungsfähigkeit (reflexiver Kompetenz)

Zusammenhang von sozial-kognitiven Fähigkeiten (z.B. Emotionsverständnis, Theory-of-Mind, Mentalisierung) mit internalisierenden Symptomen und Störungen

Evaluation der Psychoanalytischen Kurzzeittherapie (PaKT) für Kinder mit Angststörungen und Depression; Einflussfaktoren und Prozesse

Entwicklung unter Risikobedingenen; Psychische Symptome und Störungen nach Erfahrung von Misshandlung/ Vernachlässigung

Psychische Gesundheit und prosoziales Verhalten im Vorschulalter bis Grundschulalter: Untersuchung einer Bevölkerungsstichprobe im Querschnitt und Längsschnitt