Prof. Dr. Bernd Ahrbeck

Psychoanalytische Pädagogik

IPU Berlin
Stromstr. 3b – Raum 0.36
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-741
E-Mail: bernd.ahrbeck(at)ipu-berlin.de

Schwerpunkte in der Lehre

In der Lehre vertrete ich ein breites Spektrum an psychoanalytisch-pädagogischen und klinischen Themen. Neben Vorlesungen zu den theoretischen Grundlegungen der Psychoanalyse habe ich in den letzten Semestern Veranstaltungen zur klinischen Praxis abgehalten.

Ein besonderes Interesse liegt auf der Transformation klinischer Erkenntnisse in das soziale Feld. Die Veranstaltungen zur psychoanalytischen Pädagogik dienen diesem Zweck. Aktuelle und historische Erziehungsfragen erscheinen aus psychoanalytischer Perspektive in einem neuen Licht, Dunkelfelder des Erziehungsgeschehens können ausgeleuchtet werden. Kulturtheoretische, erziehungswissenschaftliche und psychoanalytische Überlegungen und Erkenntnisse finden dabei gleichermaßen Beachtung.

Persönlich wichtig ist es für mich, dass grundlegende fachlicher Inhalte vermittelt werden, sodass kritische Auseinandersetzungen vor einem gesicherten Hintergrund geführt werden können. Das Infragestellen vermeintlicher Gewissheiten ist dabei ein wichtiges Ziel, verbunden mit der Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und sie gegeneinander abzuwägen. Die Psychoanalyse sei die einzig sich selbst reflektierende Wissenschaft, so heißt es, und nach diesem Motto soll verfahren werden. 

Schwerpunkte in der Forschung

Meine Forschungsaktivitäten sind primär im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich angesiedelt. Sie beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Fragestellungen, bei denen psychoanalytische, erziehungswissenschaftliche und kulturtheoretische Erkenntnisse aufeinander bezogen werden.

Themenfelder sind: Die Analyse sich wandelnder Erziehungskonzepte und ihre Eingebundenheit in kulturelle Veränderungen (Modernisierung der Seele, Strukturwandel der Psyche), die psychoanalytische Fundierung einer Pädagogik bei Verhaltensstörungen, die psychische und soziale Situation von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf in der emotional-sozialen Entwicklung (Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen; Kinder- und Jugendlichendelinquenz), die (schulische) Inklusion und der Spannungsfeld des Einzelnen zur Gesellschaft.

Was mich immens interessiert, ist wie sich der einzelne Mensch entwickelt und wie es um seine gesellschaftliche Einbindung bestellt ist. Dabei wird versucht, neue Wege zu gehen, die sich von konventionellen Gewissheiten und Denkformen entfernen. Das halte ich für eine genuin psychoanalytische Aufgabe. Hinzu kommen empirische Untersuchungen aus dem Bereich der Bildungsforschung.
 

Ausgewählte Forschungsprojekte

2012-2019 Ahrbeck, B., Fickler-Stang, U., Lehmann, R., Weiland, K.: Anfangserfahrungen mit der Entwicklung der inklusiven Schule in Berlin – eine exploratorische Studie im Rahmen von Schulversuchen" (AiBe). Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Humboldt-Universität zu Berlin

2014-2015 Ahrbeck, B.; Fickler-Stang, U.; Friedrich, S.; Weiland, K. (2015): Befragung der Elternvertreterinnen und Elternvertreter zur Umsetzung der Inklusion in Nordrhein-Westfalen. Forschungsbericht. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin.

2008–2009 Ahrbeck, B., Lehmann, R., Fickler-Stang, U., Kretschmer, A., Maué, E. (2009):  ENEBS. Evaluationsstudie Berliner Schülerfirmen. ASIG, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin