Prof. Dr. Ewa Kobylinska-Dehe

Gastwissenschaftlerin

IPU Berlin
Stromstr. 3b
10555 Berlin
Tel.: +49 30 300 117-500
E-Mail: ewa.kobylinska(at)ipu-berlin.de

Schwerpunkte in der Lehre

 

Ich unterrichte an der IPU im Masterstudiengang Psychologie (Teilzeit), Modul 8: Psychoanalytische Subjekt-, Erkenntnis- und Kulturtheorie im Feld philosophischer und kulturwissenchaftlicher Diskurse.

 

Als Philosophin, Kulturwissenschaftlerin und Psychoanalytikerin lege ich den Schwerpunkt meines Forschungsinteresses und meiner Lehre sowohl auf die Interferenzen als auch auf die Inkompabilitäten der drei Disziplinen.

Psychoanalyse hat ihre genuine Episteme, den spezifischen methodologischen Zugang zu ihrem Erkenntnisgegenstand als auch die Konzeptbildung als offene, nichtgesättigte, theoretische Fiktionen herausgearbeitet. Ich nähere mich diesem Gegenstand von der „Sache selbst“. Mein Augenmerk richtet sich besonders an das Thinking in Cases und an die mikrologischen Sinnrekonstruktionen, ob Kulturtext oder klinischer Fall, das ich dem Subsumtionsdenken gegenüberstelle.

Insbesondere interessiert mich die spezifische Spannung, die sich aus der doppelten Perspektive ergibt: Psychoanalyse als "Produkt" der Moderne und zugleich Diskurse der Moderne im Kontext der Psychoanalyse. Mein Ziel ist es nicht, verschiedene Disziplinen zu hybridisieren, sondern ihre gegenseitigen Bedingungen aufzuzeigen, z.B. wie die kulturellen Implikationen psychoanalytische Konzepte beeinflussen oder in welchem Spannungsverhältnis die heutigen Diskurse zu der klinischen Erfahrung stehen, wie z.B. der Zusammenhang zwischen der ständigen Revision von Normen und kulturellen Traditionen und der Störung von Internalisierungsprozessen.

Projekte

 

2020 Gründung des Zentrums für psychoanalytischen Denkens an der Polnischen Akademie der Wissenschaften

2020 bis jetzt Teilnahme an dem Projekt Psychoanalyse, Literatur, Reverie

2018 bis jetzt Teilnahme an dem Projekt Psychoanalyse und Leiblichkeit

2015-2019  Die Geschichte der Psychoanalyse in Polen im deutsch-polnisch- jüdischem Kulturkontext        International Psychanalytic University, Berlin, Pädagogische Universität, Krakau, Alexander von Humboldt Stiftung. Leitung zusammen mit P. Dybel (siehe Forschung IPU)

2013-2015 Teilnahme an dem deutsch-polnischen Projekt: Psychoanalyse und Hermeneutik (Polnische Akademie der Wissenschaften und Deutsche Forschungsgemeinschaft)

2013-2015 Mitarbeit an der Gründung des psychoanalytischen Traumazentrums in Danzig

2008 Teilnahme an dem Projekt Psychoanalytische Fokaltherapie und objektive Hermeneutik im Rahmen der        Fokalkonferenz

2005-2007 Teilnahme an der LAC Studie (Langzeittherapie bei chronischen Depressionen)

1996 Neue „Kulturkämpfe” in Polen und in Deutschland. Leitung zusammen mit A. Lawaty

1993-1996 Mitarbeiterin an dem Panorama der Polnischen Literatur des XX. Jahrhunderts in 7 Bänden, Amman Verlag, Zürich 1996

1993-1998 Deutsche und polnische Gedächtniskulturen. Die Formen des kollektiven Erinnern (1993-1998). Leitung zusammen mit A. Lawaty

1992-1994 Religion und Kirche in der modernen Gesellschaft. Polnische und deutsche Erfahrungen. Leitung zusammen mit A. Lawaty.

1992-1994 Deutsch-polnischer Kulturdialog. Leitung zusammen mit A. Lawaty

1990-2003 Mitgründung des Ost/Westeuropäischen Kulturzentrums „Palais Jalta” in Frankfurt am Main

1990-1992 Deutsche und Polen. 100 Schlüsselbegriffe. Leitung zusammen mit A. Lawaty