Auslandsstudium innerhalb Europas mit Erasmus+

Erasmus+, das EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, öffnet für die Jahre 2014 bis 2020 neue Perspektiven in der Mobilität Studierender und unterstützt junge Menschen und Lernende dabei, beschäftigungsrelevante und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Damit unterstützt Erasmus+ die europäische sowie internationale Bildungszusammenarbeit und hilft den teilnehmenden Ländern bei der Modernisierung ihrer Bildungssysteme.

Zurzeit beteiligen sich die 28 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Norwegen, Liechtenstein, die Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien an Erasmus+. Diese Staaten bilden die „Programmländer“. Eine der Neuerungen innerhalb des Erasmus+ Programms besteht darin, dass es inzwischen auch zahlreiche Förderoptionen für Austauschprogramme mit Institutionen der Hochschulbildung aus sogenannten „Partnerländern“ gibt, wie beispielsweise Serbien, Bosnien und Herzegowina oder Israel.

An wen richtet sich das Programm?

Das Programm richtet sich an Studierende, die das erste Studienjahr abgeschlossen haben und ein Auslandstudium im Umfang von 3 bis 12 Monaten an einer Partnerhochschule der IPU Berlin absolvieren wollen. Interessierten Bachelorstudierenden wird empfohlen, einen Auslandsaufenthalt im 5. oder 6., Masterstudierenden im 3. oder 4. Fachsemester zu absolvieren. Andere Auslandsaufenthalte sind auch möglich, bedürfen aber einer genaueren Absprache.

Welche Vorteile hat das Programm?

  • Sie erhalten einen Mobilitätszuschuss für die Dauer des Auslandsstudiums.
  • Ihre im Ausland erbrachten Studienleistungen werden durch Learning Agreement und ECTS-Punktesystem an der IPU Berlin anerkannt.
  • Sie zahlen nur die Studiengebühren der IPU Berlin weiter, Studiengebühren an der Gasthochschule entfallen im Erasmus+ Programm.

Je nach Ländergruppe können Studienaufenthalte mit ca. 300 – 400 Euro monatlich gefördert werden.

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Studienaufenthalten orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).

  • Ländergruppe 1 (monatlich ca. 450 Euro): Dänemark, Finnland, Irland, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
  • Ländergruppe 2 (monatlich ca. 390 Euro): Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
  • Ländergruppe 3 (monatlich ca. 330 Euro): Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, EJR Mazedonien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn
  • Aufenthalte zu Studienzwecken in Bosnien-Herzegowina werden derzeit mit einer Pauschale in Höhe von 700 Euro monatlich und einem Zuschuss zu den Reisekosten (275 Euro) gefördert.

Folgen Sie dem Link, um zu der Liste der Partnerhochschulen der IPU Berlin zu gelangen und erste Informationen über das Austauschplatz-Angebot zu erhalten.

Für das Wintersemester: 30. Januar
Für das Sommersemester: 30. Juli

Falls nach Ablauf der Fristen noch freie Plätze zur Verfügung stehen sollten, wird ein Nachrückverfahren eröffnet.

  • ausgefüllter Bewerbungsbogen
  • tabellarischer Lebenslauf in englischer Sprache
  • Motivationsschreiben in englischer Sprache: Schildern Sie kurz (max. 1 DIN A 4-Seiten), warum Sie sich für den geplanten Auslandsaufenthalt entschieden haben, welche Ziele Sie damit verfolgen und wie der Aufenthalt in Ihren Studienverlauf integriert ist.
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Übersicht bisheriger Studienleistungen
  • Sprachnachweis: der Sprachnachweis muss die Arbeitssprache an der Gasthochschule betreffen und kann nachgereicht werden.


Je nach Gasthochschule können später weitere Unterlagen von den Studierenden angefordert werden.

Das IO der IPU Berlin nimmt die Bewerbungen entgegen und überprüft die Förderbarkeit der Bewerber(innen) nach formalen Gesichtspunkten. Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als Studienplätze im Ausland zur Verfügung stehen, tritt eine von der Hochschulleitung einbestellte Kommission zusammen, die ein Ranking der Bewerbungen vornimmt.

Folgende Kriterien finden dabei Berücksichtigung:

  • bisherige Studienleistungen
  • Sinnhaftigkeit des Auslandsaufenthaltes
  • Motivationsschreiben


Sollten mehrere gleichwertige Bewerbungen vorliegen, so entscheidet der Eingang der Bewerbung. Die letzte Entscheidung über die Bewerbung trifft jedoch in jedem Fall die Gasthochschule.

Von Studierenden im IO einzureichende Unterlagen

  • Annahmeerklärung
  • Learning Agreement (erhältlich im IO)
  • Erasmus+ Grant Agreement (Zuschussvereinbarung; erhältlich im IO)
  • Verpflichtender Sprachtest der Europäischen Kommission wird online zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler.
  • Nachweis der Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung
  • Arrival Certificate (nach Eingang Auszahlung der 1. Förderrate)
  • ggf. modifiziertes Learning Agreement (falls Kurse an der Gasthochschule nicht angeboten werden)
  • unterschriebener Letter of Confirmation
  • Transcript of Records (Aushändigung des Originals ca. 6 Wochen nach Rückkehr)
  • Bericht für das International Office (offline)
  • Bericht für den DAAD (online, nach schriftlicher Aufforderung per E-Mail)
  • Anerkennung der Kurse

Hinweis

Studierende müssen min. 15 ECTS an der Gasthochschule erbringen und sich min. einen Kurs an der IPU Berlin anrechnen lassen.

Bewerbungsbogen Erasmus+ Studium
Annahmeerklärung
Arrival Certificate Erasmus+ Studium
Letter of Confirmation Erasmus+ Studium
Verlängerungsantrag