Forschungsprojekte der IPU

Die klinische Praxis und die Forschung

Untersuchung der Bindungsrepräsentanz BA-Studierender des Studienganges „Psychologie“ an der IPU-Berlin – eine empirische Pilotstudie

06/2015–12/2017 / Leiterin: Prof. Dr. Éva Hédervári-Heller

unter Mitarbeit von Studierenden der IPU-Berlin:
Julien Friske (MA), Paulina Kiessling (MA), Katharina Bergdoll (MA), Jonathan Mühlbauer (MA) und Ferdinand Helmschmied (BA)

Gefördert durch die: Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur
Fördermittel: 11.000,00 EUR

Ziele, Fragestellung
Grundlegende Erkenntnisse der Bindungsforschung im Zusammenhang mit der Qualität der unterschiedlichen Bindungsrepräsentanzen im Erwachsenenalter fanden bisher im Psychologiestudium wenig Berücksichtigung. Entsprechend fehlt es an empirischen Daten über die Bindungsorganisation von Studierenden der Psychologie.

Hauptziel der Pilotstudie ist die Erfassung der Bindungsrepräsentanz (Qualität des Bindungsstatus) von Studierenden der IPU-Berlin, BA Studiengang Psychologie während ihres Studiums (1. - 2. Semester). Darüber hinaus wird den Studierenden angeboten im Rahmen einer Selbsterfahrung über die eigene Bindungsrepräsentanz mit einer externen Dozentin zu reflektieren. Dies soll zur Erweiterung von psychologischen Grundkompetenzen im Hinblick auf (1) personale Kompetenz durch Selbstreflexion und (2) Fachkompetenz durch Wissenserwerb beitragen.

Mit dieser empirischen Pilotstudie soll ein Beitrag zur Grundlagenforschung geleistet werden. Die Forschungsfragen lauten:
(1) Wie ist die Verteilung der unterschiedlichen Bindungsrepräsentanzen (sicher-autonom, unsicher-abweisend, unsicher-verstrickt und unbewältigt) von Studierenden der Psychologie?
(2) Unterscheiden sich Studierende der Psychologie hinsichtlich ihrer Bindungsrepräsentanz im Vergleich
(a) zu Studierenden der Kindheitspädagogik
(b) zur allgemeinen Bevölkerung und
 (c) zu Therapeuten?
(3) Wie schätzen Studierende die Reflexion der eigenen Bindungsrepräsentanz in der Selbsterfahrung für Ihr Studium ein?

Methoden / Datenerhebung
Angestrebt wird eine Stichprobe von N=60.
1) Sozialstatus der Studierenden, ihre Motivation zum Studium etc. (schriftliche Befragung)
2) Durchführung und Transkription der AAP (Adult Attachment Projectiv nach Georg et al. 1997) (Erhebung der Bindungsrepräsentanzen der Studierenden, ca. 30 Min. Interview)
3) Selbsterfahrung über die eigenen Bindungsrepräsentanzen mit einer externen Bindungsexpertin (Wochenendseminar in Kleingruppen, jeweils ca. 10 Studierende)
4) Schriftliche Befragung der Studierende nach der Selbsterfahrung.

Zur statistischen Datenanalyse wird das Statistik- und Analyseprogramm IBM SPSS Statistics 20 zur Auswertung herangezogen.