Forschungsprojekte der IPU

Die klinische Praxis und die Forschung

Multizentrische Studie: Outcome Studies on Psychoanalysis

2012–2019 / Leiterin: Prof. Dr. Dr. Dorothea Huber

Drittmittelförderung: Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPV)

Da bisher keine Nachweise für die besondere Wirksamkeit der Psychoanalyse, die mit einer Frequenz von 4 Stunden pro Woche durchgeführt wird, existieren, soll der Frage der Effektivität der Psychoanalyse in einer multizentrischen, international angelegten Studie nachgegangen werden. Beteiligt an der Entwicklung des Designs sind bisher: Stephan Doering (Wien), Steven Roose (New York), Marianne Leuzinger-Bohleber (Frankfurt), Olavi Lindfors (Helsinki), Dorothea Huber (Berlin, München). Alle genannten Psychotherapieforscher haben bereits einschlägige Erfahrung in der Durchführung von Psychotherapie-Vergleichsstudien.

In einem randomisierten prospektiven Kontrollgruppendesign werden Psychoanalyse und Verhaltenstherapie miteinander verglichen. Beide Behandlungsformen werden von niedergelassenen Therapeuten in ihren Praxen durchgeführt. Die Messinstrumente zur Evaluation der Effektivität beziehen sich sowohl auf symptomatische als auch auf solche Veränderungen, die jenseits von Symptomen liegen (Veränderung der Persönlichkeitsstruktur, der interpersonellen Probleme, der Lebensqualität). Es werden Patienten in die Studie aufgenommen, die unter einer Angststörung oder depressiven Störungen leiden. Auch die Bedeutung der Therapeutenvariable für den Therapieerfolg wird erfasst. Die Messung der Therapietreue erfolgt mit der COPPS-Adherence-Scale.

Es haben bisher 2 zweitägige Koordinationstreffen in Wien, Klinik für Psychoanalyse, stattgefunden.

Projektleitung an der IPU
Prof. Dr. Dr. Dorothea Huber
International Psychonalytic University
Stromstraße 3b
10555 Berlin
E-Mail: dorothea.huber(at)ipu-berlin.de