Forschungsprojekte der IPU

Die klinische Praxis und die Forschung

Handlungsüberwachung in sozialen Interaktionen: Dynamik interner und externer Signalverarbeitung

4/2016–4/2018 / Leiterin: Prof. Dr. Birgit Stürmer

Finanziert durch: DFG

Zur Überwachung unserer Handlungen nutzen wir sowohl interne, selbst generierte Signale als auch externe. Externe Signale sind häufig verbale oder non-verbale Rückmeldungen anderer, bswp. deren Gesichtsausdruck. Unser kognitives System zieht je nach Situation eher interne und/oder externe Signale zur Handlungsüberwachung heran. Gerade bei der Handlungsüberwachung in sozialen Kontexten sind flexible Wechsel zwischen intern generierten Signalen und externen Signalen von anderen gefragt. Patienten mit psychischen Störungen leiden häufig unter einer pathologischen Selbstbezogenheit. Bspw. zeigen Patienten aus dem Spektrum der Angststörungen eine Hyperaktivität bei der Handlungsüberwachung anhand von internen Signalen. Inwiefern dies mit Einbußen der externen Signalverarbeitung einher geht, ist offen und soll Gegenstand dieses Projekts sein. Wir planen, Patienten mit einer Panikstörung zu untersuchen, um zu testen, ob auch sie flexibel zwischen internen und externen Signalen für die Handlungsüberwachung wechseln können. Wir vermuten, dass diese Patienten hier in der flexiblen Anpassung eingeschränkt sind und erwarten, dass sich diese Flexibilität mit Abnahme der Symptome im Therapieverlauf wieder einstellt. In einer zweiten Serie von Experimenten möchten wir untersuchen, wie sich unterschiedliche soziale Kontexte auf die Verarbeitung von internen und externen Signalen bei der Handlungsüberwachung auswirken, wenn zwei Menschen zusammenarbeiten.