Helmut Thomä-Gedächtnisvorlesung

"Warum möchten Sie das wissen?" – Fragen in der Psychotherapie und konversationsanalytische Antworten


Prof. Dr. Jörg Bergmann hält die Gedächtnisvorlesung am 7. Februar 2020 an der IPU Berlin. Bergmann zeichnet aus, dass sich in ihm, wie auch in Helmut Thomä selbst, eine lang gesuchte Annäherung von Psychoanalyse und Sozialwissenschaft realisiert.

Helmut Thomä war einer der „Großen“ in der bundesdeutschen Geschichte der Psychoanalyse. Nicht nur als DPV-Vorsitzender, sondern auch als feinfühliger Kliniker hat er gezeigt, wie psychoanalytische Kompetenz realisiert werden kann. Davon zeugen die Aufnahmen seiner Behandlungen, die in der Ulmer Textbank dokumentiert sind. Darüber hinaus aber legte er als psychoanalytischer Prozessforscher zusammen mit Horst Kächele größten Wert auf die detailgenaue Untersuchung des Gesprochenen in der Sitzung und initiierte viele Forschungsinitiativen.

Der frühere Direktor am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) Bielefeld, Prof. Dr. Jörg Bergmann, bringt als Sozialwissenschaftler, spezialisiert auf Konversationsanalyse, seit Jahren schon auch an der IPU seine Fähigkeiten ein, um zu verstehen, was in solchen Behandlungen geschieht, wie man es empirisch fassen und theoretisch beschreiben kann. Er hat jüngst diese Untersuchungen sogar auf das Feld der Analyse von Traumberichten in Zusammenarbeit mit der IPU-Projektgruppe ausdehnt hat.

Termin
Freitag, 7. Februar 2020, 20 Uhr
Ort
Hörsaal 1 (3. OG), Stromstr. 2, 10555 Berlin