IPU

MA Psychologie

Arbeit, Gesellschaft, Umwelt

Masterstudiengang mit arbeits- und organisationspsychologischem Schwerpunkt

Die Zukunft der Arbeit, der Gesellschaft und der Umwelt braucht verantwortungsvoll handelnde Psycholog_innen. Der neue arbeits- und organisationspsychologische Studienschwerpunkt im Masterstudium an der IPU Berlin fokussiert psychodynamische Ansätze, um diesen Herausforderungen in allen Bereichen gerecht zu werden. Gut ausgebildete Psycholog_innen sind wichtig für das Verständnis und die Gestaltung einer sich wandelnden Arbeitsumgebung, bei der Einschätzung und Bewältigung der Folgen digitaler Transformationen in der Arbeitswelt sowie zur Förderung nachhaltiger Unternehmensstrukturen.

Wie kann die Psychologie verantwortungsbewusst Arbeit mitgestalten?
Für die Gestaltung der Arbeitswelt sind psychologische Kenntnisse von zentraler Bedeutung, da die menschlichen Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und sozialer Identität auch in Zukunft bestehen bleiben. Damit ein Unternehmen langfristig und nachhaltig erfolgreich sein kann, bedarf es vermehrt Führungsqualitäten, die vor allem soziale Aspekte miteinschließen und sich nicht in technischen oder fachlichen Kompetenzen erschöpfen. Die Zusammenarbeit mit und in Teams wird wichtiger werden. Dazu kommt, dass ein System, das zu sehr den kurzfristigen Profit betont und rein an Jahresgewinnen als Erfolgsmaßstab ausgerichtet ist, mittel- und langfristig zum Scheitern verurteilt ist. Das wird zunehmend auch auf Seiten von Unternehmen erkannt. Organisationen müssen bewusst in ihrer jeweiligen Kultur reflektiert werden und bei der Anpassung an neue Strukturen sinnvolle Möglichkeiten zur Mitgestaltung schaffen. Dadurch gewinnt etwa der Bereich der psychologisch fundierten Organisationsentwicklung an Bedeutung, insbesondere in Bezug auf die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Kann Digitalisierung gerecht und humanistisch gestaltet werden?
Die Schlüsselrolle der Psychologie zum Verständnis und zur Mitgestaltung des digitalen Wandels ist eindeutig, wird bisher aber noch zu wenig erkannt. In zahlreichen Studien ist belegt, dass sich durch digitale Transformation sowohl die Strukturen von Organisationen als auch die Anforderungen an Mitarbeiter_innen wandeln. Mit neuen technologischen Möglichkeiten geht nicht nur eine sich wandelnde IT-Infrastruktur einher, vielmehr ergeben sich auch neue Herausforderungen für das Verhältnis von Führungskräften und Mitarbeiter_innen, für das Miteinander zwischen Kolleg_innen in Teams und mit Kund_innen und anderen Stakeholder_innen in der Gesellschaft. Mit Hilfe psychodynamischer Ansätze werden daher die Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen in den Blick genommen.

Wie gelingt sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften?
Eine erste Herausforderung ist die nachhaltige Unternehmensführung. Die Nachhaltigkeit bezieht sich dabei sowohl auf die Binnenstruktur und den Umgang von Menschen innerhalb von Unternehmen als auch auf eine nachhaltig zum Schutz der Umwelt beitragende Wirtschaftsweise. Zentrale Aufgabe von Psycholog_innen ist es, in Bezug auf Nachhaltigkeit klar zwischen Schein und Sein zu unterscheiden. Für alle Unternehmen ist es zunehmend attraktiv, sich Nachhaltigkeit auf die Fahne zu schreiben. Für die Beurteilung von nachhaltigen Unternehmensstrukturen und die Unterscheidung tatsächlicher Nachhaltigkeit von nur vorgeschützten Zeitgeistphänomenen bedarf es Psycholog_innen, die sich im Rahmen ihres Studiums mit dem Themenbereich Arbeit, Gesellschaft und Umwelt auseinandergesetzt haben.

Das bietet der MA Psychologie – Arbeit, Gesellschaft, Umwelt
Durch den gesellschaftlichen Wandel stellt sich die Frage, welche Bedeutung Unternehmen in der Gegenwartsgesellschaft haben und haben sollten. Arbeit, Gesellschaft und Umwelt werden daher im Masterstudium Psychologie miteinander verzahnt. Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) werden arbeits-, organisationspsychologische und wirtschaftspsychologische Inhalte in der gesamten Breite angeboten. Dabei werden psychoanalytische und humanistische Ansätze systematisch in das Angebot integriert. Der Studiengang soll sowohl die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem genannten Themenbereich fördern als auch mit relevanten Berufsfeldern vertraut machen und durch den Transfer von Theorie und Praxis den Berufseinstige in die jeweiligen Felder fördern.

Wer kann sich bewerben?
Der Studiengang richtet sich zum einen an Studierende, die bereits einen Bachelor in Psychologie erworben haben und sich für eine Spezialisierung in den Bereichen der Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie sowie in der Umweltpsychologie interessieren. Im Sinne einer transdisziplinären Orientierung steht er aber auch Studierenden mit Bachelorabschlüssen aus benachbarten Fachgebieten offen, etwa Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften. Gerade in der Zusammenführung der unterschiedlichen Perspektiven und damit verbundenen Kompetenzen sehen wir eine besondere Stärke des Studiengangs, der in diesem Sinne hervorragend auf die spätere Berufspraxis vorbereitet.

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