Prof. Dr. Ilka Quindeau

President

IPU Berlin
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Prof. Dr. Ilka Quindeau studierte Psychologie an der Universität Erlangen und Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach ihrer Promotion an der Universität Kassel habilitierte sie sich an der Universität Flensburg zunächst in Soziologie, bevor sie dann 2004 die Professur für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der Frankfurt University of Applied Sciences antrat. Zudem unterrichtete sie als Privatdozentin an der Universität Frankfurt am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaften.

Nach langjähriger Tätigkeit in eigener psychoanalytischer Praxis ist sie außerordentliches Mitglied der DPV/IPA und DGPT Mitglied im Öffentlichkeits- und Örtlichen Ausbildungsausschuss des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts. In der DPV ist Ilka Quindeau ebenfalls als Lehranalytikerin tätig.

Im Oktober 2005 wurde ihr an der Universität Tübingen der Wolfgang-Loch-Preis für herausragende psychoanalytische Arbeiten verliehen. Seit 2012 sitzt sie der Sigmund Freud Stiftung e. V. vor.

Ihre Veröffentlichungen umfassen einige Monographien und Sammelbände sowie an die hundert Originalarbeiten. Zu den Arbeitsschwerpunkten von Prof. Quindeau gehört die psychoanalytische Theoriebildung sowie Trauma-, Biographie- und Sexualitäts- und Geschlechterforschung.

Ausschnitte der Inauguration von Prof. Quindeau

„Die Psychoanalyse steht paradigmatisch für eine transdisziplinäre Wissenschaft. Das spezifische, psychoanalytische Denken braucht den Austausch, es muss nun in Kontakt gebracht werden mit anderen Disziplinen, damit es sich in den unterschiedlichsten Bereichen entfalten kann, in der Wissenschaft ebenso wie in der Therapie, in der Arbeitswelt, in kulturellen und sozialen Zusammenhängen.“

Was „psychoanalytisches Denken“ ausmacht, geht für Prof. Quindeau weit über „eine Art zu denken“ hinaus, es sei „vielmehr eine umfassende Haltung, die man zu sich selbst und dem oder den anderen einnimmt oder wenn man so will: ein reflexives Selbst- und Weltverhältnis.“ Dies stelle ein zentrales Studienziel an der IPU dar. Auch die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung und die Persönlichkeitsbildung der Studierenden ist für sie von zentraler Bedeutung. „Ich finde sehr beeindruckend“, betont Prof. Quindeau, „mit welchem Engagement sich Studierende der IPU etwa für Geflüchtete engagiert haben und noch engagieren. Das verdient jede Unterstützung.“

Die IPU sieht sie „als Leuchtturm in der universitären Landschaft – auch mit ihrer starken Praxisorientierung der Studiengänge, der Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfordern die Fähigkeit zu eigenständigem, kritischem und innovativem Denken über die eigenen Fachgrenzen hinaus.“