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Wirksamkeit der Psychoanalyse bestätigt

Studien belegen: Psychoanalyse dauert länger, aber wirkt nachhaltiger

Die von Sigmund Freud begründete Psychoanalyse galt über mehrere Jahrzehnte als die einzige anerkannte Therapieform für Menschen mit seelischen Erkrankungen.

Mit dem Aufkommen neuer Therapieformen begann ihre Dominanz  zu bröckeln. Die neueren Therapien entsprachen mehr und mehr dem Zeitgeist einer modernen Gesellschaft, die nach schnelleren und kostengünstigeren Heilungsmethoden verlangte. Dadurch gerieten sie schnell in den Fokus des auf Effizienz getrimmten Gesundheitssystems. Der Wissenschaftsbetrieb schmähte die Psychoanalyse in der Folge und zweifelte ihre Wirkung an – mit erheblichen Konsequenzen. Von einstmals über 40 Lehrstühlen für Psychologie an Deutschlands staatlichen Universitäten blieben nur zwei übrig, die von Psychoanalytikern besetzt sind. Durch die Verdrängung der Psychoanalyse aus den Universitäten fand nur noch wenig Forschung statt, Studierende erfuhren kaum noch etwas über die Psychoanalyse.

Doch seit einigen Jahren scheint sich das Blatt zugunsten der Psychoanalyse zu wenden. Jüngst veröffentlichte Langzeitstudien bescheinigen der Psychoanalyse ihre Wirksamkeit. Ihre Stärke liegt insbesondere in der Nachhaltigkeit des Behandlungsergebnisses, und davon profitieren am Ende vor allem die Patienten. Neben diesen vielversprechenden Forschungsergebnissen basiert das wiedergewonnene Interesse auch auf Initiativen wie der Gründung der International Psychoanalytic University (IPU). Diese wurde im Jahr 2009 gegründet mit dem Ziel, die große Lücke zur übermäßig naturwissenschaftlichen Ausrichtung der Psychologie zu verkleinern.