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Überleben am Nicht-Ort? Ein Blick auf María Zambranos utopischen Exilbegriff

Dr. Rike Bolte, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, im Gespräch mit Prof. Dr. Lilli Gast

María Zambrano (1904–1991) gehört zu den wichtigsten spanischen DenkerInnen des 20. Jahrhunderts.

Veranstaltungs-Flyer (PDF)

Nach dem Sieg des Faschismus selbst jahrzehntelang in der Fremde zuhause, entwirft die aus Andalusien stammende Philosophin einen ontologisch-metaphysischen und doch auch politischen Exil-Begriff, der mehrere Etappen fasst, in deren Verlauf der exilierte Mensch absoluten Geschichts- und Ich-Verlust erlebt.

Wer Exil erleidet, erfährt Daseins-Negation, ist unverortet, ein lebendiger Toter – und gleichsam ein quasi heilig zu sprechender Überlebender. Als Kritikerin der europäischen Moderne macht die unter anderem in Puerto Rico exilierte Zambrano das geographische Äquivalent dieses Zustandes im (U-)Topos der Insel aus.

Im Gespräch mit Dr. Rike Bolte, Romanistin und Lateinamerikanistin, soll eruiert werden, ob der Exilbegriff heute noch trägt, welche Aspekte der Überlegungen Zambranos für die aktuelle Debatte über Flucht und Migration bedenkenswert sein könnten und wie sie sich psychoanalytisch einordnen ließen.

Dienstag, 31. Januar 2017
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt frei


Veranstaltungsort ist die Bibliothek der IPU Berlin, Stromstraße 2, 2. OG, 10555 Berlin.

Alle Termine werden auf der Website der IPU sowie auf Facebook veröffentlicht. Interessenten, die gerne per E-Mail über die Termine informiert werden möchten, können den kostenlosen Newsletter 'IPU Campus-News' abonnieren.