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Talking & Cure – Was ist es, das heilt?

Call for Paper zur 9. International Conference on Conversation Analysis and Psychotherapy (ICCA-P)

Reden, Sprechen, das ist ein grundlegender Bestandteil jeder Art von Psychotherapie. Als „Redekur“ bezeichnete es eine der frühesten Patientinnen Sigmund Freuds. Die Konversationsanalyse spricht von „Sprechen in Interaktion“ (talk-in-interaction). Auf der „International Conference on Conversation Analysis and Psychotherapy (ICCA-P) 2019“ werden beide Perspektiven verbunden – die der „heilenden“ Redekur und die psychoanalytische Perspektive auf das, was beim Miteinander-Sprechen das Potential zu einer Heilung hat.

Freud bezeichnete diese doppelte Perspektive als „Junktim zwischen Heilen und Forschen“. Er war der Ansicht „die Erkenntnis brachte den Erfolg, man konnte nicht behandeln, ohne etwas Neues zu erfahren“ und umgekehrt könne keine Aufklärung entstehen, „ohne ihre wohltätige Wirkung zu erleben“. Vom 20. bis 23. Juni 2019 greift die 9. ICCAP an der IPU Berlin das Junktim auf und aktualisiert es unter dem Thema „Talking & Cure – A Binocular View on Psychotherapeutic Interaction“.

Internationale Experten aus Konversationsanalyse und psychotherapeutischer Praxis und Forschung werden Gast der Konferenz sein, darunter Peter Fonagy und Ivan Leudar mit einer kontroversen Diskussion zwischen klinischen und forscherischen Perspektiven.

Der Call for Papers ist seit 1. Dezember aktiv und ruft alle Interessierten aus Psychoanalyse, Psychotherapie und Konversationsanalyse auf, einen Beitrag für ein Panel einzureichen. Frist ist der 28. Februar 2019, weitere Informationen gibt es auf der Webseite von ICCAP: https://www.iccap-2019-ipu-berlin.de/

Die Anmeldung lohnt sich zudem vor allem für Studierende: Die ersten 10 Studierendentickets sind kostenlos.