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Prof. Dr. Teising neuer Präsident der IPU Berlin

Am 1. September 2012 übernimmt Prof. Dr. Martin Teising das Amt des Präsidenten der IPU Berlin. Der Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie war u.a. Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) und seit 1994 Professor für Psychoanalyse und Gerontopsychiatrie an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Er wird Nachfolger des Gründungspräsidenten der IPU Berlin, Prof. Dr. Jürgen Körner, der Ende Juli auf eigenen Wunsch aus dem Präsidentenamt ausschied.

Martin Teising wurde 1951 geboren. Der berufliche Werdegang des neuen Präsidenten zeichnet sich durch eine enge Verbindung von Wissenschaft und psychoanalytischer Praxis aus. Er studierte Humanmedizin und Soziologie in Frankfurt am Main. Nach seiner Approbation als Arzt im Jahre 1978 bildete er sich zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Psychosomatik und schließlich zum Ärztlichen Psychotherapeuten und Psychoanalytiker weiter. 1989 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität Kassel, wo er bereits Mitte der Achtziger Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. H. Radebold tätig war. Er war Vertretungsprofessor an der Fachhochschule Köln, bevor er eine Stelle als Leitender Oberarzt in der Abteilung für Psychoanalyse an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen bei Prof. H. Henseler antrat, bis er 1994 dem Ruf an die Fachhochschule Frankfurt am Main folgte, wo er - neben der wiederholten Tätigkeit als Vertretungsprofessor an der Universität Kassel - bis zu seiner Amtsübernahme als IPU-Präsident Professor für Psychoanalyse und Gerontopsychiatrie war.

2010 wurde Prof. Teising mit dem Hans-Rost-Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis werden sowohl Wissenschaftler als auch praktische Initiativen für besondere wissenschaftliche Leistungen in der Suizidologie sowie herausragende praktische Lösungen auf dem Wege der Suizidprävention geehrt. Prof. Teising engagiert sich überdies in wichtigen Funktionen bei psychoanalytischen Dachverbänden und Vereinigungen: Derzeit ist er stellvertretender outgoing Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) und Mitglied des Committees on Ageing der International Psychoanalytic Association (IPA). Er war Mitglied des Rates der Europäischen Psychoanalytischen Föderation (Council of the EPF).

Prof. Teising freut sich darauf, fortan die erste psychoanalytische Hochschule in Deutschland als deren Präsident entscheidend mitzugestalten. Zu seinen Zielen zählt der Erhalt des Studienangebots und des breit aufgestellten Forschungsspektrums, welches um spezifische Schwerpunkte erweitert werden soll. Für die Erforschung unbewusster Prozesse und zur Vermittlung neuer Erkenntnisse in der wissenschaftlichen Community setzt er auf eine anschlussfähige, vernetzte Forschung in intelligenter Kombination qualitativer und quantitativer Methoden. Zu einem der wichtigsten Forschungsinstrumente, die der IPU hierfür zur Verfügung stehen, zählt er die 2011 eröffnete Hochschulambulanz der IPU Berlin.