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Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 für Jan und Aleida Assmann

Wichtige Auszeichnung für kulturwissenschaftliches Forscherpaar

Jan und Aleida Assmann haben sich in ihrer Arbeit um eine Erinnerungskultur verdient gemacht, um das sogenannte kulturelle Gedächtnis. Jetzt werden die 71-jährige Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und der 79-jährige Ägyptologe und Kulturwissenschaftler mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 ausgezeichnet. Die Jury ehrt damit ihr gemeinsames, ihr „zweistimmiges Werk, das für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist.“

Jan Assmann ist der Psychoanalyse verbunden und hielt 2016 an der IPU einen Vortrag über den Mordfall Mose. Freud, Sellin und das gewaltsame Geschick der Propheten. „Viele von Herrn Prof. Assmanns Arbeiten beschäftigen sich mit für die IPU höchst relevanten Themen“, erklärte die ehemalige Vizepräsidentin der IPU, Lilli Gast, zur Begrüßung Assmanns. „Die Denkräume“, so Gast weiter, „in denen er sich dabei aufhält, teilt er nicht eben selten mit jenen kultur- und religionswissenschaftlichen Topoi, die auch schon den frühen psychoanalytischen Diskurs so bewegte und prägte.“

Mit dem Forscherpaar erhalten zum ersten Mal in der Geschichte des Friedenspreises zwei Personen die renommierte Auszeichnung. In der Begründung der Jury heißt es, Aleida Assmanns Werk zeige auf, „dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist.“ Die Arbeit von Jan und Aleida Assmann inspiriere und ergänze sich dabei seit Jahrzehnten, weshalb der mit 25.000 € dotierte Preis an beide verliehen wird.

Im Namen der IPU freut sich der IPU-Präsident Prof. Dr. Martin Teising über diese überaus wichtige und verdiente Ehrung.