Wer ist ...


Prof. Dr. med. Dr. phil. Horst Kächele

1. Welche sind Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre?

Mein neues Forschungsthema - auf dem Hintergrund meiner langjährigen Erfahrungen mit Therapieforschung - befasst sich mit Aspekten der Fehlerkultur in der Psychotherapie. Unter Fehlerkultur verstehe ich alle Bemühungen, negative Entwicklungen in Behandlungen zu verstehen, zu identifizieren und Massnahmen zu entwickeln, die sich günstig auf die Nutzung von psychotherapeutischen Behandlungen auswirken können. Dabei geht es sowohl um das Wohl der Patienten als auch um das Wohl der Therapeuten.
Erste Studien dazu sind  bereits im Gange (Rückblick von Patienten auf frühere Behandlungen {Johanna Brüning} und Erfahrungen zum Wechsel der Therapieform {Stephan Leder}).

2. Was ist Inhalt Ihres Studienmoduls?

Ich unterrichte das Modul Forschungsmethoden - zusammen mit Anna Buchheim. Hier geht es um die verschiedenen Zugänge zum Feld der Therapieforschung und es wird besonders auf die Reflektion des Zusammenhangs von Methode und Ergebnis geachtet. Das Ziel des Moduls ist es, ein Verständnis für die vielfältigen Methoden herbeizuführen und eine Bewertung von Forschungsergebnissen zu ermöglichen.

3. Was können Studierende von Ihnen persönlich lernen?

Aufgrund einer 40-jährigen ununterbrochenen Aktivität in den Feldern der Therapieforschung, der Psycho-Onkologie und der Klinischen Bindungsforschung halte ich die Begeisterung für eine persönlich relevante Fragestellung für das Wichtigste. Meine gleichzeitige Tätigkeit als psychoanalytischer Kliniker und ehem. ärztl. Direktor einer Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie haben mir gezeigt, dass eine Verankerung von Forschung in den brennenden Fragen der klinischen Versorgung von hoher Relevanz ist.

4. Was begeistert Sie an der Psychoanalyse/Psychologie?

Ich habe mich sehr früh für das Gebiet der Psychoanalyse interessiert, da mir die Reichhaltigkeit der psychoanalytischen Ideenwelt und das sie fundierende Menschenbild persönlich angesprochen haben. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass auch die Psychoanalyse für Veränderungen von Theorie und Praxis offen sein muss, wie im Ulmer "Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie" (Thomä & Kächele 1985/1988) aufgezeigt wurde.

5. Haben Sie ein Lebensmotto? Einen Lieblingsspruch?

"Sei allem Abschied voran"

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Prof. Dr. Dr. Horst Kächele

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E-Mail: horst.kaechele@ipu-berlin.de
www: www.horstkaechele.de

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Prof. Dr. Dr. Horst Kächele