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Prof. Dr. phil. Elfriede Löchel

1. Aktuelle Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Ich unterrichte an der IPU Teilzeitstudierende im Fach „Reflexive Psychologie und Theoretische Psychoanalyse“.

Meine Forschungsschwerpunkte sind: psychoanalytische Konzeptforschung; psychoanalytische Erkenntnis- und Forschungsmethoden; Freud-(Re-)Lektüren; Theorie der Symbolisierung; Gendertheorie und –forschung; Sozialpsychologie und Psychoanalyse der Neuen Medien.

Aktuelle Forschungsthemen sind: Hermeneutik der Fehlleistung;
psychoanalytische und interdisziplinäre Annäherungen an die Erfahrung von Virtualität in den Neuen Medien.

2. Kurzbeschreibung des Studienfaches bzw. -moduls

Der Studienbereich „Reflexive Psychologie und Theoretische Psychoanalyse“ setzt sich aus zwei Modulen zusammen:

1. Wissenschaftsgeschichte der Psychoanalyse im Kontext der Etablierung der Psychologie als Wissenschaft.
2. Wissenschafts- und Erkenntnistheorie/Theorien des Subjekts.

Es geht in diesem Studienbereich darum, den spezifischen Gegenstand, die Erkenntnismethoden und Erkenntnisinteressen der Psychoanalyse im Feld der Wissenschaften sowie im historischen Prozeß ihrer Entstehung und Weiterentwicklung auszuweisen. Das bedeutet auch, das Konflikt- und Spannungsverhältnis insbesondere zu den benachbarten Wissenschaften auszuloten, das daraus erwächst, daß die Wissenschaft vom Unbewußten sich nicht ohne weiteres integrieren läßt: „Zweifellos war Freud Wissenschaftler. Doch indem man das zugesteht, verändert man zwangsläufig die Auffassung von Wissenschaft.“ (A. MacIntyre)

Zu den Inhalten dieses Studienbereichs gehören auch die verschiedenen Theorien und Schulrichtungen der klinischen Psychoanalyse, Metapsychologie und Kulturtheorie sowie die verschiedenen nicht-klinischen Anwendungsfelder.

3. Was können Studierende von mir lernen?

Ich hoffe, mit meiner Lust am Denken und am Gespräch, das sich von der Sache führen läßt, Studierende anstecken zu können. Vielleicht springt auch der Funke leidenschaftlichen Umgangs mit Theorien und Texten über. Ich möchte gern vermitteln, wie sich klinische Erfahrung mit wissenschaftlicher Forschung kreativ verbinden kann. Ganz praktisch können Studierende bei mir lernen, wie sich aus der psychoanalytischen Methode interpretative empirische Forschungsverfahren entwickeln lassen.

4. Was begeistert mich an der Psychoanalyse?

Ich schätze an der Psychoanalyse, daß sie nicht nur ein therapeutisches Verfahren, sondern auch eine Denkmethode beinhaltet, die sich dem Ungedachten, Ungesagten, Unerhörten zuwendet, somit große Herausforderungen an das denkende Subjekt stellt, ihm Gratwanderungen zumutet, die unvermeidlich auch mit Abstürzen und Scheitern konfrontieren. Ich schätze an der Psychoanalyse im Unterschied zur experimentellen Psychologie, daß die Selbstreflexion des erkennenden Subjekts, die Analyse eigener Verstrickungen und Verwicklungen im Erkenntnisprozeß methodisch mit einbezogen wird.

5. Haben Sie einen Lieblingsspruch? Oder ein Lieblingszitat?

„Die Psychoanalyse führt nie weiter. Sie führt gewöhnlich zu etwas ganz anderem, als man denkt.“ (Fritz Morgenthaler)
„Wenn das Denken, von einer Sache angesprochen, dieser nachgeht, kann es ihm geschehen, daß es sich unterwegs wandelt.“ (Martin Heidegger)

Kontakt

Prof. Dr. Elfriede Löchel

Hochschullehrerin

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E-Mail: elfriede.loechel@ipu-berlin.de

Sprechstunde: nach Vereinbarung

Prof. Dr. Elfriede Löchel