Wer ist ...


Dr. phil. Beate Locher

Dozentin im MA Psychologie

Welche Inhalte vermitteln Sie in Ihrem Modul?

Das Modul vermittelt Kenntnisse über Methoden der Prävention und Gesundheitsförderung und ihre jeweiligen theoretischen Grundlagen. Es gibt einen Überblick über die verschiedenen Anwendungsfelder (lebensweltlich und arbeitsweltlich) und vermittelt Basic skills, die in den unterschiedlichen Settings der Präventionsarbeit gebraucht werden. Ziel der Vorlesung ist die Entwicklung eines eigenen präventiven Konzepts zur psychischen Gesundheit in einem selbst gewählten Setting, basierend auf vorgegebenen Qualitätsindikatoren.

Was können Studierende von Ihnen lernen?

Durch meine vielfältigen beruflichen Aufgaben in Wissenschaft und Praxis möchte ich etwas von meinen Erfahrungen und meinem Wissen an die Studierenden weitergeben und sie für neue Lerninhalte begeistern. Ich sehe Lernprozesse und Wissenstransfer aber nicht nur einseitig. Aus jeder Vorlesung nehme ich selbst neue Aspekte mit nach Hause, die auch mich zum Weiterlernen motivieren.

Was begeistert Sie an der Psychoanalyse/Psychologie?

Im Rahmen meiner Dissertation und auch Präventionstätigkeit befasste ich mich mit dem salutogenetischen Ansatz des amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky. Bei all den Stärken und Schwächen, die das Salutogenese-Modell hat, hat mich sein positiver Ansatz für den Umgang mit den Anforderungen im Leben fasziniert. Aaron Antonovsky fragte nicht danach, was Menschen krank macht, sondern was sie gesund erhält. Diese Fragestellung drückte er in einer Metapher aus:
"(...) meine fundamentale philosophische Annahme ist, dass der Fluss der Strom des Lebens ist. Niemand geht sicher am Ufer entlang. Darüber hinaus ist für mich klar, dass ein Großteil des Flusses sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn verschmutzt ist. Es gibt Gabelungen im Fluss, die zu leichten Strömungen oder in gefährliche Stromschnellen und Strudel führen. Meine Arbeit ist die Auseinandersetzung mit folgender Frage gewidmet: Wie wird man, wo immer man sich in dem Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer?"
Das Salutogenese-Modell war grundlegend für viele nachfolgende integrative Ansätze in der Prävention und Gesundheitsförderung.

Haben Sie einen Lieblingsspruch?

"Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet" (Christian Morgenstern).

Kontakt

Dr. Beate Locher

Gastdozentin

IPU Berlin
Stromstr. 3
10555 Berlin

Tel.: +49 30 300 117-500
Fax: +49 30 300 117-509

E-Mail: beate.locher@ipu-berlin.de

Sprechstunde: nach Vereinbarung